Dr. Peter Terwiesch, Vorstandsvorsitzender der ABB AG und Leiter der Region Zentraleuropa (Bild:

Dr. Peter Terwiesch, Vorstandsvorsitzender der ABB AG und Leiter der Region Zentraleuropa (Bild: ABB).

Bitte bewerten Sie die derzeitigen Konjunkturaussichten aus Ihrer Sicht nach dem Schulnotensystem (1 = sehr gut; 6 = ungenügend)

Die derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und die Breite unseres Angebotsspektrums lassen aktuell keine seriöse gesamtheitliche Prognose zu.

Das letzte Jahr stand im Zeichen der Schulden- und Eurokrise. Wird sich die Situation 2012 bessern?

Wir haben keine Kristallkugel, die uns die Zukunft vorhersagt. Was unser Geschäft betrifft, so gehen wir in Anbetracht der aktuellen Entwicklung und des nachlassenden Wirtschaftswachstums jedoch davon aus, dass sich die Nachfrage in einigen frühzyklischen Sektoren verringern wird, während die Nachfrage nach flexiblen Automatisierungslösungen etwa robust bleibt. Die mittel- bis spätzyklischen Märkte von ABB hängen dagegen stärker von der kundenseitigen Investitionstätigkeit und von regulatorischen Rahmenbedingungen als vom kurzfristigen BIP-Wachstum ab.

Welche Themen stehen für Ihr Unternehmen 2012 ganz oben auf der Agenda?

Hierzu zählen Themen wie beispielsweise erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Smart Grid oder Gleichstrom-Technologien. Daneben wollen wir aber auch unser Service- und Softwaregeschäft ausbauen. In Deutschland besonders wichtig ist der traditionelle Maschinenbau – hier sehen wir große Chancen, unsere Kunden mit einem abgestimmten Mix aus Bewährtem und Neuem zu unterstützen.

Falls es 2012 zu einer weiteren Wirtschaftskrise kommt: Wie gut haben Sie sich in der Zwischenzeit aufgestellt, um solche Situationen zu meistern?

Wir haben in der letzten großen Wirtschaftskrise unsere Hausaufgaben gemacht und uns gut aufgestellt. Damals praktikable Elemente wie etwa Kurzarbeit haben wir in der Hinterhand, um darauf bei Bedarf zurückgreifen zu können.