Der Kleinstcomputerhersteller Kontron hat seine Umsatzprognose für das abgelaufene Jahr angehoben und sich zugleich zuversichtlich für 2011 gezeigt.


Von Jörn Ebberg, Dow Jones Newswires

ECHING (ks)–Den Konzernumsatz 2010 sieht das TecDAX-Unternehmen nach Angaben vom Freitagabend nun bei über 500 Mio Euro. Bislang hatte die Kontron AG lediglich erwartet, rund 485 Mio Euro umsetzen zu können. Für das EBIT stellte das Unternehmen aufgrund von Restrukturierungskosten indes weiterhin einen Verlust von 5 Mio Euro in Aussicht. Im laufenden Jahr rechnet Kontron sogar mit einem Umsatz von mehr als 540 Mio Euro.

“Die Erholung im zweiten Halbjahr 2010 und der Auftragsbestand von über 440 Mio Euro lassen uns auch mit einem anhaltenden Wachstum im Geschäftsjahr 2011 rechnen”, sagte Vorstandsvorsitzender Ulrich Gehrmann. Entsprechend der Entwicklung der Absatz- und Beschaffungsmärkte seien EBIT-Margen von 8% bis 9% erreichbar.

Für das Schlussquartal 2010 prognostiziert Kontron eine EBIT-Marge von zirka 7%. Die Einnahmen beziffert der Konzern aus Eching bei München dabei mit rund 160 Mio Euro – ein Plus von 19%. Das Wachstum im vierten Quartal habe zu keiner weiteren Belastung der Liquidität der Kontron-Gruppe geführt, hieß es weiter. Zum Jahresende weise die Kontron-Gruppe wieder einen positiven Net-Cash-Bestand aus.

Nach einer ersten Einschätzung eines Analysten zeigen die vorgelegten Eckdaten für 2010 eine erfreuliche Entwicklung beim Umsatz von Kontron. “Möglicherweise hat das Management mehr Umsätze im vierten Quartal verbuchen können, als es zuvor angenommen hat”, meint der Marktbeobachter hierzu. Weniger erfreulich sei hingegen, dass Kontron trotz der erhöhten Umsatzerwartungen weiterhin von einem EBIT von minus 5 Mio Euro ausgehe. Hierzu müsse das Management noch eine Erklärung liefern.

Wie Kontron weiter mitteilte, hat die Investmentgesellschaft Warburg Pincus ihre Beteiligung auf 10,003% von bislang 8,8% erhöht. “Wir sehen diesen Schritt als Zeichen (…) für unser langfristig angelegtes Engagement”, sagte Lars Singbartl, Partner von Warburg Pincus. Kontron begrüßte das erneute Investment.