Elringklinger,Umsatz,Gewinn,Ergebnis,Prognose

Der Automobilzulieferer Elringklinger - hier der Hauptsitz in Dettingen/Erms - hat zwar im dritten Quartal sein Umsatzwachstum fortgesetzt. - Bild: Elringklinger

Bei der Jahresprognose schlägt der Konzern mit Sitz im baden-württembergischen Dettingen nun pessimistischere Töne an als zuletzt und erwartet nun ein EBIT vor Kaufpreisallokation eher am unteren Ende der erwarteten Spanne.

Ungeachtet der rückläufigen Produktion in Deutschland, Frankreich und Spanien erhöhte der Konzern von Anfang Juli bis Ende September den Konzernumsatz um 2,2 Prozent auf 374,2 Millionen Euro. Der Konzern konnte im Berichtsquartal neue Aufträge von 383,7 Millionen Euro gewinnen, das entsprach einem Zuwachs von 14 Prozent. Das Konzern-EBIT vor Kaufpreisallokation betrug im dritten Quartal 32,6 Millionen Euro und lag damit um 11,2 Prozent unterhalb des Vorjahres.

Der Hauptgrund war nach Aussage von Elringklinger neben den höheren Abschreibungen die hohen operativen Fixkosten in der von Kapazitätsengpässen betroffenen Schweizer Geschäftseinheit.

Diese Probleme im Geschäft mit Produkten der Abschirmtechnik belasten Elringklinger seit einigen Quartalen. Eine unerwartet hohe Nachfrage hatte zu Sonder- und Wochenendschichten und dementsprechend deutlich höheren Personalkosten geführt. Auch die Kosten für die Logistik waren Anfang des Jahres gestiegen, da der Konzern zusätzlich auf externe Anbieter angewiesen war.

Seitdem die Schweizer ihr Ziel eines Mindestwechselkurses von 1,20 Franken für den Euro aufgegeben haben, wurde die ohnehin schon teure Produktion in dem Land für Elringklinger zeitweise noch teurer. Eigentlich hatte Elringklinger geplant, im Frühjahr einen Teil der Produktion aus der Schweiz nach Ungarn zu verlagern. Das ging aber langsamer voran als geplant, weil Kunden aus der Automobilindustrie nicht rechtzeitig zugestimmt hatten.

Für das Gesamtjahr rechnet Elringklinger unverändert damit, dass der Konzernumsatz im laufenden Geschäftsjahr um 5 bis 7 Prozent organisch zulegt. Beim Ergebnis ist aber wegen der Situation der von Kapazitätsengpässen betroffenen Geschäftseinheit in der Schweiz damit zu rechnen, dass das Gesamtjahresergebnis (EBIT vor Kaufpreisallokation) eher am unteren Rand der erwarteten Spanne von 140 bis 150 Millionen Euro liegen wird.