KraussMaffei

KraussMaffei aus München stellt Spritzgießmaschinen zur Kunststoff-Produktion her. - Bild: KraussMaffei

Wie die ‚Börsen-Zeitung‘ berichtet, hat ein Unternehmen aus China ein Angebot von über eine Milliarde Euro beim kanadischen Finanzinvestor Onex für KraussMaffei abgegeben. Aus Branchenkriesen verlautete, dass es sich dabei um die China National Chemical handeln.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ‚Reuters‘ hoffen die Chinesen nach Aussage von drei mit den Plänen vertraute Personen, noch vor dem chinesischen Neujahrsfest im Februar zum Zuge zu kommen. Allerdings könnten den Chinesen noch Gegengebote in die Quere kommen. Onex wollte sich dazu nicht äußern.

Industrie 4.0-Unternehmen im Fokus

Die Kanadier selbst hatten für KraussMaffei im Jahr 2011 rund 570 Millionen Euro gezahlt. Schon damals hatten Bieter aus China, wie ChemChina und Haitian, Interesse gezeigt. Auf Sicht von zwölf Monaten kam KraussMaffei nach Angaben von Onex zuletzt auf einen operativen Gewinn (Ebitda) von 140 Millionen Euro.

Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern unterstreicht das die geplante Übernahme das Interesse Chinas an deutschen Industrie-4.0-Unternehmen. Das könnte auch die Bewertungen anderer Unternehmen in der Branche nach oben treiben - etwa für den Roboterkonzern Kuka oder den Machinen- und Anlagenbauer Gea Group.

KraussMaffei Gruppe treibt Umsetzung von Industrie 4.0 unter dem Dachnamen „Plastics 4.0“ voran.