Wegen der guten Auftragslage will der Konzern sein Personal im laufenden Jahr weiter aufstocken

Wegen der guten Auftragslage will der Konzern sein Personal im laufenden Jahr weiter aufstocken (Bild: Krones).

MÜNCHEN (DJ/gk). Gleichzeitig schlägt der Getränkeabfüllanlagenhersteller aus Neutraubling bei der Marge etwas verhaltenere Töne an und will Kosten sparen. “Das zweite Quartal wird wohl etwas über dem ersten Quartal liegen. Das gilt für Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis”, sagte Finanzvorstand Hans Jürgen Thaus im Gespräch mit der Zeitung “Euro am Sonntag” (EamS). Im ersten Quartal hatte das Unternehmen Erlöse von 606,7 Mio Euro verbucht, der Auftragseingang lag bei 628,6 Mio Euro. Vor Steuern hatte Krones einen Gewinn von 35,2 Mio Euro ausgewiesen.

Thaus sagte, das Geschäft habe sich zuletzt in nahezu allen Regionen weltweit positiv entwickelt. Auch die Situation auf dem wichtigen US-Markt habe sich zuletzt belebt. Angesichts der guten Entwicklung dürfte die Vorsteuerrendite “leicht höher als 5%” liegen, so der Krones-CFO gegenüber dem Blatt. Bislang hatte der Konzern für 2011 eine Vorsteuermarge von 5% bis 7% angepeilt. Zugleich stellte Thaus ein neues Rekordergebnis in Aussicht. “In absoluten Zahlen” habe man im laufenden Jahr das Potenzial, den bisherigen Bestwert von 156 Mio EUR aus dem Jahr 2008 zu übertreffen, erklärte der scheidende Finanzvorstand. Thaus scheidet zum Jahresende aus Altersgründen bei Krones aus.

Wegen der guten Auftragslage will der Konzern sein Personal im laufenden Jahr weiter aufstocken. Bis Jahresende werde man weltweit rund 11.000 Beschäftigte zählen. Ende 2010 hatte der Konzern insgesamt 10575 Mitarbeiter. Man werde im laufenden Jahr “eine Reihe von Zeitarbeitnehmern übernehmen”. Dazu werde man das weltweite Service-Netz stärken, so Thaus.

Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen, will Krones die Kosten in den kommenden Jahren deutlich senken. Über die Laufzeit von zunächst fünf Jahren peile man im Rahmen des “Maßnahmenpakets Value einen deutlich dreistelligen Millionenbetrag” an. Bereits im laufenden Jahr rechne man mit Einsparungen im “hohen zweistelligen Millionenbereich”.

Zugleich gab Thaus ein klares Bekenntnis zur Zukunft der defizitären italienischen Tochter Kosme ab. Dort war alleine im ersten Quartal ein Vorsteuerverlust von 3,7 Mio Euro angefallen. Eine Schließung von Kosme werde es nicht geben, sagte er. Kosme sei als Zweitmarke für das mittlere Preissegment unabdingbar. Thaus deutete jedoch weitreichende Veränderungen an. “Wir werden uns sicher damit beschäftigen, welche Produkte künftig bei Kosme produziert werden.” Auch einen Personalabbau schloss Thaus nicht aus.