K+S schloss einen wichtigen Vertrag für das Kaliprojekt. Der Konzern hat einen Rahmenvertrag zur

K+S schloss einen wichtigen Vertrag für das Kaliprojekt. Der Konzern hat einen Rahmenvertrag zur Lieferung und Vermarktung von Düngemiteln unterzeichnet. - Bild: K+S

K+S hat einen wichtigen Liefervertrag für das Kaliprojekt in Kanada unterzeichnet. Mit der Koch Fertilizer habe der im DAX notierte Konzern einen Rahmenvertrag zur Lieferung und Vermarktung von Kalidüngemiteln vom neuen K+S-Standort unterzeichnet.

Koch könne rund 500.000 Tonnen Kalidünger je Jahr vermarkten. Früheren Angaben zufolge soll das unter dem Namen Legacy bekannte Projekt Ende 2017 die vorläufige Vollauslastung mit 2 Millionen Tonnen Produktionskapazität erreichen.

“Das Interesse an der Versorgung mit Kali aus unserem Legacy-Bergwerk ist sowohl bei Bestandskunden als auch bei neuen Kunden enorm”, wird Andreas Radmacher, K+S-Vorstand des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte, in der Mitteilung des nordhessischen Unternehmens zitiert.

Mit dem neuen Werk wird K+S als einziger Kaliproduzent auf zwei Kontinenten produzieren und dadurch flexibler werden. Zudem wird der neue Standort K+S auch deshalb konkurrenzfähiger machen, weil das Werk eines mit den niedrigsten Produktionskosten überhaupt sein wird.

Geplant ist, dass Legacy ab 2017 einen Free-Cash-Flow erzielt. Bereits ab 2018 werde es die Gewinnzone erreichen, hatte jüngst K+S-Finanzchef Burkhard Lohr gesagt.

Seit Ende Juni ist bekannt, dass der kanadische Rivale Potash den Kasseler Konzern zum Preis von 41 Euro je Aktie übernehmen will. Gerade das Projekt Legacy in der Provinz Saskatchewan, nur wenige hundert Kilometer von den Minen von Potash entfernt, hat das Interesse des Potash-Chefs Jochen Tilk an K+S geweckt. K+S hat mehrere Offerten der Kanadier bereits zurückgewiesen und lehnt Verhandlungen mit Potash bislang strikt ab.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht