KTM,SHW,Übernahme

Der österreichische Motorradhersteller KTM will den deutschen Zulieferer SHW übernehmen. - Bild: KTM

Pierer bietet über seine Pierer Industrie AG 35 Euro je SHW-Aktie -- das ist ein Aufschlag von rund 7 Prozent auf den Schlusskurs vom Mittwoch. Im nachbörslichen Handel verteuerte sich die SHW-Aktie bereits auf 34,80 Euro. An der Börse wird der Aalener Zulieferer mit rund 225 Millionen Euro bewertet.

SHW beliefert viele große Unternehmen der Autobranche mit Produkten zur Reduktion des Kraftstoffverbauchs. Bis Ende 2015 war das Unternehmen mit seinen etwa 1.300 Mitarbeitern auch im SDAX notiert. SHW wurde, wie andere Zulieferer auch, vergangenes Jahr vom Abgasskandal bei Volkswagen getroffen. Der Umsatz brach um 13 Prozent auf 406 Millionen Euro ein.

Niedrige Mindestannahmeschwelle

Die Mindestannahmeschwelle bei der Offerte für SHW liegt bei lediglich 30 Prozent. Pierer hält bisher lediglich 0,02 Prozent an SHW über seine Tochter Pierer Industrie. Die QCP Swiss AG, an der die von Pierer kontrollierte Pierer Swiss AG 75 Prozent hält, ist mit 18,9 Prozent an SHW beteiligt. Beide Unternehmen haben eine Stimmbindungsvereinbarung geschlossen. Allerdings werden die knapp 19 Prozent bei der Offerte für SHW nicht angerechnet, so Pierer. Ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag werde bei SHW nicht geplant.

KTM ist vor allem bekannt für seine Motorräder. Das Unternehmen mit seinen mehr als 5.000 Mitarbeitern erzielte vergangenes Jahr einen Umsatz von gut 1,3 Milliarden Euro. Über die Pankl Racing Systems AG ist KTM auch als Rennsportzulieferer aktiv. Die Österreicher bieten über die WP Gruppe auch Federungskomponenten für Motorräder, Kunde ist unter anderem auch BMW.