Till Reuter

Der Vorstandschef von Kuka, Till Reuter, erwartet nicht, dass es noch Probleme beim Verkauf des Robotorherstellers an den chinesischen Investor Midea geben wird. - Bild: Kuka

Die Bundesregierung will die Übernahme nach den Regeln des Außenwirtschaftsgesetzes prüfen. Sorge, dass das Geschäft daran scheitern könnte, hat Reuter aber nicht: "Ich halte das für beherrschbar. Das Außenwirtschaftsgesetz geht ja in Richtung Rüstung und Sicherheit - beides Bereiche, in denen wir in Deutschland nicht tätig sind", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Gleiches erwartet Reuter im Fall der USA, wo die Behörden prüfen, welche Auswirkung der Deal auf die nationale Sicherheit hat. "Kuka ist kein Hersteller von militärischen Produkten. Unser Geschäft im verteidigungsnahen Bereich in den USA ist sehr, sehr klein", sagte Reuter.

"Keine chinesische Firma"

Als chinesische Firma sieht Reuter Kuka wegen der neuen Eigentümer aber noch lange nicht. "Kuka ist und bleibt deutsch. Wir haben eine deutsche AG mit einem Vorstand, der unabhängig und frei ist."

Drei Tage vor dem Ende der Andienungsfrist am 15. Juli hat sich der chinesische Haushaltsgerätehersteller Midea bereits knapp 60 Prozent der Aktien der Kuka AG gesichert. Per 12. Juli lag der Anteil bei 59,82 Prozent, heißt es in einer Wasserstandsmitteilung von Midea.

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