Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat 2014 trotz teurer Zukäufe samt Sanierungskosten

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat 2014 trotz teurer Zukäufe samt Sanierungskosten überraschend viel Gewinn eingefahren. - Bild: Kuka

Der Augsburger Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat auch im vierten Quartal und im Gesamtjahr von der anhaltend starken Nachfrage nach Robotern und Automatisierungslösungen profitiert.

Auftragseingang, Umsatz und operatives Ergebnis legten sowohl im Gesamtjahr als auch im vierten Quartal kräftig zu. Unterstützt wurde das Wachstum von den Zukäufen. Die operative Marge blieb trotz der Integrationskosten auf Jahressicht stabil.

Der Umsatz kletterte im Zeitraum von Oktober bis Dezember um 31,5 Prozent auf 447 Millionen Euro. Befeuert wurde das Wachstum von den Zukäufen Reis Robotics und Alema. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Die Übernahme der schweizerischen Swisslog hatte nur einen geringen Effekt, da sie erst Mitte Dezember abgeschlossen wurde.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg im Gesamtjahr auch dank eines starken Schlussquartals deutlich um 17,9 Prozent auf den Rekordwert von 142 Millionen Euro. Trotz der Integrationskosten für Reis Robotics blieb die operative Marge entgegen den eigenen Erwartungen mit 6,8 Prozent stabil. Kuka hatte zuletzt mit einer Marge von 6,5 Prozent gerechnet.

Unternehmensbereich Systems kann deutlich zulegen

Beim Auftragseingang überschritt Kuka mit einem Plus von 18,4 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro die Schwelle von zwei Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte vor allem dank des Unternehmensbereichs Systems zu, der von der starken Nachfrage der Automobilindustrie aus Nord- und Südamerika und einer vielversprechenden Entwicklung im Flugzeugbau profitiert.

Ins vierte Quartal fiel auch ein Großauftrag aus der Automobilindustrie, den Kuka zeitgleich mit den Zahlen meldete. Das Unternehmen wird Anlagen an Fiat Chrysler liefern. Der Auftrag hat ein Volumen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die Zahlen fürs vierte Quartal und fürs Gesamtjahr fielen fast durchweg besser aus als Analysten erwartet hatten.

Einen Ausblick für 2015 sowie detaillierte Zahlen wird Kuka am 25. März bekanntgeben.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/mgo/brb

(END) Dow Jones Newswires

February 11, 2015 01:29 ET (06:29 GMT)

Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.