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"Wir bleiben auf unserem globalen Wachstumskurs", so Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG. - Bild: Kuka

Der Kuka Konzern hat das Geschäftsjahr 2016 nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen und die Kennzahlen des Vorjahres teils deutlich übertroffen. Dabei habe man weiter von der weltweit starken Nachfrage nach Robotern und Automatisierungslösungen profitiert, so der Augsburger Konzern. Zur Geschäftsentwicklung hätten alle drei Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog bei getragen.

Auftragseingang

Die vorläufigen Auftragseingänge erreichten im abgeschlossenen Geschäftsjahr laut Kuka einen Rekordwert von 3.422,3 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 20,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 2.838,9 Millionen Euro). Mit diesem hohen Wert wurde laut Konzern erstmals die Drei-Milliarden-Euro-Grenze überschritten.

Die Geschäftsbereiche profitierten dabei von Aufträgen aus der internationalen Automobilindustrie und aus der General Industry, so die Mitteilung. Der vorläufige Auftragseingang im Geschäftsbereich Robotics erhöhte sich von 891,2 Millionen Euro auf 1.088,8 Millionen Euro (2016) und hat damit die Ein-Milliarden-Euro-Grenze übertroffen, so Kuka.

Vor allem das Segment Automotive weise ein starkes Wachstum in Höhe von 30,3 Prozent auf. Im Segment General Industry verzeichne der Konzern einen Zuwachs von 18,8 Prozent und im Service-Segment von 13,8 Prozent.

Der Geschäftsbereich Systems erzielte laut Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Auftragseingang von 1.644,6 Millionen Euro (2015: 1.428,1 Millionen Euro), was einem Plus von 15,2 Prozent entspricht. Grund für diese gute Entwicklung sei die starke Nachfrage aus der Automobilindustrie sowie der General Industry. Aus regionaler Sicht waren die Hauptmärkte, also Europa, China und USA, sehr erfolgreich.

Im Geschäftsbereich Swisslog erhöhte sich der Auftragseingang um 34,6 Prozent und lag bei 742,6 Millionen Euro (2015: 551,8 Millionen Euro).

Umsatz

Die vorläufigen Umsatzerlöse des Kuka Konzerns erreichten im Jahr 2016 einen Wert von 2.948,9 Millionen Euro und lagen damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 2.965,9 Millionen Euro), wie das Unternehmen mitteilte.

Dabei habe der Geschäftsbereich Robotics ein Ergebnis von 993,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies sei ein Anstieg von 9,2 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (2015: 909,6 Millionen Euro).

Systems erreichte demnach einen Umsatz in Höhe von 1.395,5 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahr verringerte sich der Wert um 5,2 Prozent (2015: 1.471,7 Millionen Euro), da größere Aufträge aus diesem Jahr verstärkt erst in den folgenden Quartalen abgerufen werden, so Kuka.

Im Geschäftsbereich Swisslog waren die Umsatzerlöse rückläufig (4,4 Prozent) und beliefen sich im Berichtsjahr auf einen Wert von 593,5 Millionen Euro, teilte der Konzern mit.

Book-to-Bill Ratio

Die Book-to-Bill Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2016 mit 1,16 über 1 und deutet damit auf einen für 2017 zu erwartenden Umsatzanstieg hin, meldet Kuka.

Aufträge

Der vorläufige Auftragsbestand belief sich laut Mitteilung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 auf 2.048,9 Millionen Euro. Dies ist ein Anstieg von 25,0 Prozent (2015: 1.639,0 Millionen Euro).

Ergebnis

Der Kuka Konzern erwirtschaftete nach eigenen Angaben beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ohne die Berücksichtigung der Kaufpreisallokation für Swisslog und ohne Sondereffekte im Rahmen des Übernahmeangebots der Midea-Gruppe einen Wert von 166,0 Millionen Euro (2015: 194,3 Millionen Euro).

Die EBIT-Marge lag bei 5,6 Prozent (2015: 6,6 Prozent), so der Konzern. Unter Berücksichtigung dieser nicht operativen Effekte erreichte das vorläufige EBIT 127,2 Millionen Euro und die EBIT-Marge 4,3 Prozent.

Bei Robotics beträgt das EBIT 100,7 Millionen Euro und liegt damit knapp über dem Niveau von 2015 (+0,5 Prozent). Das EBIT von Systems reduzierte sich von 114,7 Millionen Euro auf 91,3 Millionen Euro. Die EBIT-Marge ging folglich von 7,8 Prozent auf 6,5 Prozent zurück. Ein wichtiger Grund für diesen Rückgang waren die Buchgewinne aus dem Verkauf der HLS-Gruppe und des Werkzeugbaus. Der Geschäftsbereich Swisslog erwirtschaftete ein vorläufiges EBIT von 4,8 Millionen Euro (2015: -45,9 Millionen Euro) und steigerte seine EBIT-Marge von -7,4 Prozent auf 0,8 Prozent.

Mitarbeiter

Der Kuka Konzern hat die Anzahl seiner Mitarbeiter nach eigenen Angaben per 31. Dezember 2016 von 12.300 auf 13.188 erhöht. Davon entfielen 4.726 Mitarbeiter auf Robotics, was einem Anstieg von 11,7 Prozent entspricht. Der Mitarbeiteraufbau erfolgte vornehmlich im Bereich Forschung und Entwicklung, aber auch im Automotive, General Industy und Service. Swisslog verzeichnete einen Anstieg um 4,9 Prozent auf 2.679 und Systems um 0,8 Prozent auf 5.189.

„Mit einem Rekordwert von über drei Milliarden Euro lassen wir ein äußerst erfolgreiches und ereignisreiches Jahr hinter uns. Wir bleiben auf unserem globalen Wachstumskurs und setzen neue Trends in der Digitalisierung“, so Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG.

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