Kuka Roboter

Im Übernahmepoker um Kuka erhält der Augsburger Roboterbauer langfristige Standort- und Jobgarantien vom chinesischen Investor Midea. - Bild: Kuka

Darin sichere Midea zu, die Geschäftsstrategie der Deutschen zu unterstützen, die Unabhängigkeit des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Finanzierung von Kuka anzuerkennen sowie Sitz und Standorte des Roboterherstellers sowie die Rechte der Arbeitnehmer und die Arbeitnehmervertretung zu achten.

Überdies verpflichtete sich Midea, keine gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen von Kuka vorzunehmen. Auch sei kein Beherrschungsvertrag und keine Aufhebung der Börsennotierung geplant. Die Investorenvereinbarung habe eine langfristige Laufzeit von 7,5 Jahren, teilte Kuka mit.

Keine gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen

Der Abschluss einer Investorenvereinbarung hatte sich bereits abgezeichnet. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass Kuka langfristige Garantien von seinem chinesischen Großaktionär bekommen werde.

Midea hatte am 16. Juni ein offizielles Übernahmeangebot für Kuka vorgelegt, das den MDAX-Konzern mit rund 4,6 Milliarden Euro bewertet. Midea bietet 115 Euro je Kuka-Aktie, das ist ein Aufschlag von 36 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 17. Mai kurz vor Bekanntwerden der Übernahmepläne. Bis zum 15. Juli können die Aktionäre ihre Anteile andienen.

Das Übernahmeinteresse der Chinesen an Kuka schlägt in Wirtschaft und Politik hohe Wellen aus Furcht vor dem Export technischen Knowhows nach China und wegen der starken Verflechtung vor allem der deutschen Automobilindustrie mit dem Roboterhersteller.

Furcht vor den Chinesen

Das Übernahmeinteresse der Chinesen an Kuka schlägt in Wirtschaft und Politik hohe Wellen aus Furcht vor dem Export technischen Knowhows nach China und wegen der starken Verflechtung vor allem der deutschen Automobilindustrie mit dem Roboterhersteller.