Kuka Roboter Daimler

Der Roboterhersteller Kuka will in China weiter wachsen. Dabei könnte ein chinesischer Anteilseigner wie Midea durchaus helfen, wie der CEO der Roboter-Sparte, Stefan Lampa, im Gespräch mit Dow Jones Newswires erklärte. - Bild: Daimler

Ein potenzieller chinesischer Investor könne für Kuka "nicht schlecht" sein, etwa, um den Marktanteil in dem Land auszubauen, sagte er am Rand der Messe Automatica in München. Zum Gebot des chinesischen Hausgeräteherstellers selbst wollte er sich nicht äußern.

Midea bietet derzeit 115 Euro je Kuka-Aktie, was das Unternehmen mit etwa 4,6 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen ist bereits mit 13,5 Prozent an Kuka beteiligt. Gegenwind kommt jedoch aus der Politik. So würde es etwa Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel gerne sehen, wenn deutsche oder europäische Hersteller ein Gegengebot lancieren würden, um Kuka in Deutschland zu halten. Auch hier hielt sich Lampa mit Aussagen zurück. "Wir fühlen uns geschmeichelt, aber das ist nicht unsere Entscheidung", erklärte er.

China ist der größte Einzelmarkt für Roboter. Im vergangenen Jahr lag das Wachstum dort bei 17 Prozent, auch in den kommenden Jahren wird mit zweistelligem Wachstum gerechnet. Kuka ist dort mit einer eigenen Produktion vertreten, der nächste Schritt soll eine eigene Entwicklung in China sein, wie Lampa sagte. Wie hoch der Marktanteil von Kuka in China derzeit ist, wollte Lampa nicht sagen. Das Unternehmen habe aber im vergangenen Jahr Marktanteile hinzugewonnen.

Kuka-Vorstandsvorsitzender Till Reuter hatte bereits Sympathie für die Midea-Offerte signalisiert, wenngleich die offizielle Bewertung noch aussteht. Nach jüngsten Aussagen Reuters liegt der Umsatz in China derzeit bei 450 Millionen Euro. Bis 2020 soll die Marke von 1 Milliarde erreicht werden, wie er auf der Hauptversammlung Ende Mai sagte. Ziel sei es, in China die Nummer 1 zu werden. Im vergangenen Jahr setzte Kuka insgesamt knapp 3 Milliarden Euro um.