Sigmar Gabriel

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) organisiert kein alternatives Angebot für den Roboterbauer Kuka als Gegenofferte zu chinesischen Investoren. - Bild: Bundeswirtschaftsministerium

Wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Freitag in Berlin sagte, greife die Bundesregierung nicht aktiv in unternehmerische Entscheidungen ein. Das berichtete das "Handelsblatt". Allerdings werde man aufmerksam beobachten, wenn es gezielte Beteiligungs- oder Übernahmeangebote für wichtige deutsche Industrieunternehmen gebe.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel würde es begrüßen, wenn es eine deutsche oder europäische Alternative aus der Wirtschaft heraus gäbe und die Eigentümer dann über die Angebote entscheiden könnten.

Grundsätzlich sei Deutschland aber ein offener Investitionsstandort, wie der Sprecher betonte. Es würde auch unangemessen sein, über China als eine Gefahr zu reden. Unlängst hatte Gabriel noch vor einem "Chinesen-Bashing" gewarnt.

Chinesen streben Übernahme an

Der chinesische Klimaanlagen- und Hausgeräte-Hersteller Midea hatte vergangene Woche ein Angebot von bis zu 4,5 Milliarden Euro für Kuka angekündigt - das wäre die größte Übernahme, die Chinesen hierzulande je gestemmt haben. Der Konzern hält bereits 13,5 Prozent an Kuka und strebt einen Anteil von mindestens 30 Prozent an.

Mit Material von Handelsblatt