Kuka hat im ersten Quartal 2018 einen Umsatzrückgang zu verkaften.

Kuka hat im ersten Quartal 2018 einen Umsatzrückgang zu verkaften. - Bild: Nördinger/Produktion

Zum Segment Automotive gehört im Wesentlichen das Automobilgeschäft der ehemaligen Segmente Robotik und Systems sowie Logistiklösungen für Automobilkunden.

Zur Division Industries zählen vor allem die ehemaligen Segmente Robotics mit dem Kundensegment General Industry sowie die Systemintegration von Systems/Industries. Die Division Consumer Goods & Logistic Automation resultiert hauptsächlich aus den Logistiklösungen von Swisslog und dem Bereich Consumer Goods aus dem Geschäftsbereich Robotics und entwickelt intralogistische Automationslösungen für alle Kundensegmente außer Automotive.

Auftragseingänge aus Europa und den USA

Im ersten Quartal 2018 erwirtschaftete der Kuka Konzern einen Auftragseingang in Höhe von 900,2 Millionen Euro. Vor allem aus Europa und den USA konnten hohe Auftragseingänge erzielt werden. Verglichen mit dem starken Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang von 6,9 Prozent (Q1/17: 967,3 Millionen Euro). Dabei lag der Auftragseingang im Segment Automotive bei 449,3 Millionen Euro, gefolgt von Industries mit 270,4 Millionen Euro und Consumer Goods & Logistic Automation in Höhe von 157,4 Millionen Euro.

Umsatzrückgang

Die Umsatzerlöse im Kuka Konzern erreichten im Berichtszeitraum 744,5 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies ein Rückgang von 5,9 Prozent (Q1/17: 790,8 Millionen Euro). Dabei erzielte KUKA im Segment Automotive Umsatzerlöse in Höhe von 396,8 Millionen Euro, Industries von 235,9 Millionen Euro und Consumer Goods & Logistic Automation von 145,6 Millionen Euro. Zu diesem Ergebnis haben vor allem die Umsätze aus Europa und den USA beigetragen.

Die Book-to-Bill-Ratio – d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen – lag im abgelaufenen Quartal 2018 mit 1,21 über 1 und signalisiert damit eine gute Auslastung (Q1/17: 1,22).

Auftragsbestand

Im ersten Quartal 2018 erreichte der Auftragsbestand einen Wert in Höhe von 2.332,0 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahreswert erhöhte sich der Wert um 3 Prozent (Q1/17: 2.264,1 Millionen Euro). Im Segment Automotive lag der Wert im ersten Quartal bei 1.043,4 Millionen Euro, im Segment Industries bei 536,5 Millionen Euro und im Segment Consumer Goods & Logistic Automation bei 565,7 Millionen Euro.

Rückgang beim EBIT

Im ersten Quartal 2018 erzielte der Kuka Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 15,3 Millionen Euro - die EBIT-Marge lag bei 2,1 Prozent. Im Vergleich mit dem starken Vorquartal lag das EBIT bei 36,9 Millionen Euro und die Marge bei 4,7 Prozent. Dieser Rückgang ist unter anderem auf den geringeren Umsatz und dem daraus fehlenden Ergebnisbeitrag zurückzuführen.

Ohne Berücksichtigung der Kaufpreisallokationen für Unternehmenserwerbe, der Wachstumsinvestitionen und der Restrukturierungskosten liegt das EBIT bei 23,9 Millionen Euro und die EBIT-Marge bei 3,2 Prozent. Im Segment Automotive belief sich das EBIT im ersten Quartal 2018 auf 26,0 Millionen Euro, die Marge lag bei 6,6 Prozent. Das Segment Industries erreichte ein EBIT in Höhe von 9,6 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag entsprechend bei 4,1 Prozent. Consumer Goods & Logistic Automation erwirtschaftete ein EBIT von 3,1 Millionen Euro und eine Marge von 2,1 Prozent.

  • Jenoptik

    Platz 6: Jenoptik hat es mit einem Umsatz von 469 Millionen Euro im Jahr 2016 auf Platz 6 unter die wichtigsten deutschen Unternehmen aus dem Bereich Automation geschafft. - Quelle: Statista / Bild: Jenoptik Robot/Wikimedia

  • Kuka

    Platz 5: Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka mit Sitz in Augsburg hat sich mit 994 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2016 Platz 5 geholt. - Quelle: Statista / Bild: ubahnverleih/Wikimedia

  • Phoenix Contact

    Platz 4: Phoenix Contact stellt Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation her. Im Jahr 2016 ist das Unternehmen mit einem Umsatz von 1.970 Millionen Euro auf dem vierten Platz gelandet. - Quelle: Statista / Bild: Phoenix Conact

  • Festo

    Platz 3: Mit 2.740 Millionen Euro Umsatz hat Festo auf dem Treppchen Bronze erlangt. - Quelle: Statista / Bild: Festo

  • Bosch Rexroth

    Platz 2: Mit einem fast doppelt so hohen Umsatz von 5.379 Millionen Euro hat Bosch Rexroth im Jahr 2016 Platz 2 erreicht. - Quelle: Statista / Bild: Bosch Rexroth

  • Siemens

    Platz 1: Siemens ist im Jahr 2016 mit Abstand der unangefochtene Sieger gewesen. Der Umsatz der Aktiengesellschaft hat sich auf 19.210 Millionen Euro belaufen. - Quelle: Statista / Bild: Siemens

Ausblick: Steigende Nachfrage aus Nordamerika und Asien erwartet

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Kuka eine steigende Nachfrage, vor allem aus Nordamerika und Asien. Die Nachfrage in Europa sollte sich ebenfalls leicht positiv entwickeln. Auf Branchenebene erwartet Kuka für die Absatzmärkte der General Industry eine positive Entwicklung. In der Automobilindustrie sollte die Nachfrage stabil verlaufen.

Auf Basis der gegenwärtigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung erwartet Kuka 2018 einen Umsatz von mehr als 3,5 Milliarden Euro und eine EBITMarge von ~5,5 Prozent vor Kaufpreisallokationen, vor Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Die Investitionen betreffen zum Beispiel konzernübergreifende Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Mobilität, General Industry und China. Kuka erwartet, dass sich durch diese Investitionen in den kommenden Jahren für das Unternehmen zusätzliche Wachstumsfelder erschließen lassen, die sich in höheren Umsätzen widerspiegeln sollten.

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