Midea Kuka

Kuka will das Angebot von Midea, hier das Hauptquartier in Beijiao, zunächst prüfen. - Bild: Midea

Midea beabsichtige, Kuka bei ihrem Wachstum zu unterstützen, insbesondere als "führender deutscher Anbieter von Industrie 4.0-Lösungen sowie bei der weiteren Marktdurchdringung in China".

Des Weiteren sichere Midea insbesondere den Erhalt des Hauptsitzes der Gesellschaft in Augsburg, der derzeitigen Belegschaftsstärke in Deutschland und den ausländischen Standorten zu. Zudem würde Midea den Verbleib des bestehenden Managements ebenso wie den Verbleib der beiden großen deutschen Aktionäre in der Gesellschaft begrüßen.

Der mit einem Anteil von 25,1 Prozent bislang größte Kuka-Aktionär Voith erklärte in einer Stellungnahme: "Wir gehen davon aus, dass Midea Voith als größtem Einzelaktionär seine Planungen und Absichten erläutern wird. Von unserer Seite gibt es daher heute hierzu nichts zu sagen." Unabhängig von der aktuellen Entwicklung sehe sich Voith mit seinem Investment gut positioniert und sei mit der Entwicklung von Kuka seit dem Einstieg im November 2014 sehr zufrieden.

Die chinesische Midea Group bietet 115 Euro je Kuka-Aktie und will ihren Anteil auf mindestens 30 Prozent aufstocken. Gleichzeitig machte Midea einige Zusagen. So soll Kuka operativ unabhängig und an der Börse notiert bleiben. Das derzeitige Kuka-Management habe Rückendeckung. Auch ein Beherrschungsvertrag sei nicht vorgesehen.