Till Reuter: "Serviceroboter können wir uns gut vorstellen bei Kuka. Diese Maschinen helfen dann im

Till Reuter: "Serviceroboter können wir uns gut vorstellen bei Kuka. Diese Maschinen helfen dann im Haushalt beim Tisch abräumen oder im Pflegeheim und Krankenhaus bei der Essens- und der Medikamentenausgabe." - Bild: Kuka

Serviceroboter zum Einsatz in Pflegeheimen und Krankenhäusern? Der Roboterbauer Kuka will in das Geschäft mit Dienstleistungsrobotern einsteigen.

“Diese Maschinen helfen dann im Haushalt beim Tisch abräumen oder im Pflegeheim und Krankenhaus bei der Essens- und der Medikamentenausgabe”, sagte Konzernchef Till Reuter der “Welt am Sonntag”.

Roboter könnten das Personal entlasten, indem sie die zeitaufwendigen Routinetätigkeiten übernehmen wie zum Beispiel das Einräumen von Tabletts nach dem Essen. “Das verschafft den Pflegern dann auch mehr Zeit, sich mit den Patienten zu beschäftigen”, so Reuter weiter. Gesicht und Beine sollen die dafür bestimmten Roboter allerdings nicht bekommen.

Abhängigkeit von Autoindustrie reduzieren

Kuka baut bislang einzig Industrieroboter und ist vor allem im Fahrzeugbau ein großer Anbieter. Um zu wachsen und die Abhängigkeit von der Automobilindustrie zu reduzieren, sind Zukäufe denkbar. “Wenn es Sinn macht und wir ein geeignetes Ziel finden, können und werden wir zuschlagen”, sagte Reuter. “Die Kraft dafür hätten wir. Unsere Bilanz ist vergleichsweise schlank und wir haben kaum Schulden.”

Wachsen wolle der MDAX-Konzern aber auch ohne Akquisitionen. “Das Potenzial ist riesig, wir müssen unsere Chancen nur nutzen”, sagte Reuter, der bis zum Jahr 2020 eine Verdoppelung des Umsatzes auf vier bis 4,5 Milliarden Euro voraussagt. Expandieren will Reuter vor allem in China.

Dow Jones Newswires/Kuka/Andrea Hecht