Frankfurt am Main (ba). “Diese Erholung fiel weit besser aus, als die Branchenvertreter sich dies vor Jahresfrist vorstellen konnten” sagte Ulrich Reifenhäuser, turnusmäßiger Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK), “vor allem die positive Entwicklung im zweiten Halbjahr 2010 hat viele Marktteilnehmer überrascht. Die zur Jahresmitte abgegebenen, eher zurückhaltenden Einschätzungen wurden von der Realität überholt.”

Der WVK-Vorstand traf sich in Frankfurt, die Tagung stand unter dem Motto “Die deutsche Kunststoffindustrie im Wind des globalen Wettbewerbs”. Die Teilnehmer sehen Kunststoffe als Innovationstreiber mit langfristigen, weltweiten Wachstumschancen. Der Werkstoff ermöglicht nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Menschheit wie Bevölkerungswachstum, klimatische Veränderungen, Ressourcen- und Energieknappheit oder die Verfügbarkeit medizinischen Fortschritts.

“Die deutsche Kunststoffindustrie kommt gestärkt aus der Krise und stellt sich optimistisch dem globalen Wettbewerb”, fasst  Reifenhäuser das Ergebnis des Austauschs zusammen. “Ein Teil der Firmen hat das Vorkrisenniveau unerwartet schnell wieder erreicht, in Einzelfällen sogar überschritten. Bei vielen Unternehmen der Kunststoffindustrie sind die Auftragsbücher voll, Produktion und Beschäftigung für die kommenden Wochen und Monate gesichert”. In allen Teilsegmenten der Branche wird investiert, durchaus mit Fokus auf der Schaffung neuer Kapazitäten. Zu Beginn des Jahres durchgeführte Befragungen zeigen viel Optimismus.