Die Regierung von Italien und Kuwait haben offenbar Verhandlungen über den Verkauf von

Die Regierung von Italien und Kuwait haben offenbar Verhandlungen über den Verkauf von Eurofighter-Typhoon-Kampfjets aufgenommen. - Bild: Deborah Stott/Eurofighter

Die Regierung von Italien und Kuwait haben offenbar Verhandlungen über den Verkauf von Eurofighter-Typhoon-Kampfjets aufgenommen.

Das Land aus dem Nahen Osten wolle dem Beispiel seiner Nachbarn folgen und seine Luftwaffe modernisieren.

Der Deal könne zwei Kampfflugzeug-Staffeln umfassen, also etwa 24 bis 28 der zweistrahligen Jets, sowie Pilotenausbildungen und andere Dinge, sagte die Person. Der Transaktionswert könne vier Milliarden Euro übersteigen. Allerdings könnten die Gespräche auch scheitern.

Vertreter der Regierung in Kuwait waren nicht umgehend für eine Stellungnahme zu erreichen. Die italienische Regierung wollte sich dazu nicht äußern.

Kuwait, das über eine Flotte von 39 älteren Boing-Maschinen des Typs F/A-18 Hornet verfügt, hat die Optionen für einen Ersatz der Maschinen rund zwei Jahre lang geprüft. Dabei hatte Kuwait auch andere Kampfflugzeuge in Erwägung gezogen, unter anderem auch einen Kauf der neueren Hornet-Version von Boeing, der F/A-18 Super Hornet.

Modernisierung der Luftwaffe

Die Regierungen im Nahen Osten haben in der vergangenen Jahren eine Reihe von Kampfjetkäufen getätigt. Katar entschied sich im Mai für 36 Maschinen der französischen Dassault Aviation. Zuvor war Ägypten Erstkunde für das Dassault-Kampfflugzeug Rafale geworden. Militärische Spannungen zwischen den Golf-Staaten und dem Iran sowie der Aufstieg der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) haben das Interesse der Länder in der Region verstärkt, ihre Streitkräfte aufzurüsten.

Auch der Typhoon, der von dem Eurofighter-Konsortium aus Airbus, Finmeccanica und BAE Systems gebaut wird, wird der Region bereits genutzt: Saudi Arabien erwarbt die Maschine in einem Deal mit Großbritannien. Auch Oman will den Typhoon einführen.

Eine Transaktion mit Kuwait wäre für das Eurofighter-Konsortium wichtig, den der Kampfjet verkaufte sich zuletzt eher schlecht. Japan, Südkorea und Indien entschieden sich für andere Maschinen. Gespräche mit den Vereinigten Arabischen Emiraten scheiterten.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke