Der in Restrukturierung befindliche Spezialchemiekonzern Lanxess hat im abgelaufenen Geschäftsjahr

Der in Restrukturierung befindliche Spezialchemiekonzern Lanxess hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen höheren operativen Gewinn erzielt als von Analysten erwartet. - Bild: Kru

Der DAX-Konzern habe voraussichtlich einen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen auf etwa 808 Millionen Euro erreicht, nach 735 Millionen Euro im Vorjahr, teilte das Unternehmen mit. Lanxess hatte bislang eine Bandbreite für diese wichtige Kennzahl von 780 bis 820 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten und rückläufiger Rohstoffpreise waren Analysten aber bislang von einem Wert unterhalb der jetzt erreichten Zahl ausgegangen.

Das Unternehmen begründete das bessere Abschneiden mit einer günstigeren Auftragslage. “Wir haben noch im Herbst den Trend beobachtet, dass Kunden im Kautschukbereich sich mit Aufträgen zurückhielten, weil sie in Anbetracht sinkender Ölpreise zunächst ihre Läger räumten”, sagte CEO Matthias Zachert. Überraschend habe sich dieser Trend im Dezember deutlich abgeschwächt. Darüber hinaus habe Lanxess von geringeren Rohstoffkosten im Segment Advanced Intermediates profitiert. Das Ergebnis des Segments Performance Chemicals liege in der erwarteten Größenordnung.

Im vierten Quartal 2014 erzielte der Konzern voraussichtlich ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von etwa 154 Millionen Euro. Die Lanxess-Aktie legte daraufhin kräftig zu. Das Papier notiert mit 41,60 Euro 6,3 Prozent fester. Das Unternehmen wird seine endgültigen Geschäftszahlen für das Jahr 2014 am 19. März 2015 vorlegen.

Dow Jones Newswire/Guido Kruschke