Die starke Nachfrage nach Kautschuk kurbelt das Geschäft von Lanxess an. Bild: Lanxess

Die starke Nachfrage nach Kautschuk kurbelt das Geschäft von Lanxess an. Bild: Lanxess

Die anhaltend starke Nachfrage nach Kautschuken hat dazu beigetragen, dass der Spezialchemiekonzern Lanxess auch für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein sehr gutes Ergebnis meldet.
DÜSSELDORF (DJ/ba). “Das dritte Quartal verläuft sehr gut und wird über dem Vorjahreswert liegen”, sagte Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann am Mittwoch in Düsseldorf. Er bekräftigte dank der anhaltend starken Nachfrage nach Kautschuken unter anderem für Winterreifen auch die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr: “Wir werden wie angekündigt unser EBITDA vor Sondereinflüssen im Gesamtjahr um rund 20% steigern.” Die Ergebnisprognose hatte der Konzern erst im August wegen des florierenden Geschäfts mit Synthesekautschuken und High-Tech-Kunststoffen angehoben.

Gute Chancen rechnet sich Lanxess auch 2012 für seinen Hochleistungs-Kautschuk aus, wenn die Kennzeichnungspflicht für Autoreifen in Kraft tritt. Der Konzern rechnet dann mit einem Nachfrageboom nach so genannten “grünen Reifen”, also Reifen mit ressourcenschonenden Eigenschaften.

Um die neuen gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen seien die High-Tech-Materialien von Lanxess unverzichtbar, sagte Heitmann. Als weltweit größter Partner der Reifenindustrie habe sich Lanxess rechtzeitig auf diesen Trend eingestellt und die Kapazitäten ausgebaut. Deutlich erweitert wurden die Produktionskapazitäten für Hochleistungs-Kautschuke an den Standorten Dormagen in Deutschland, sowie in Brasilien und Frankreich. Zudem plant Lanxess ein neues Werk für Hochleistungskunststoffe in Singapur, das 2015 den Betrieb aufnehmen soll.

Bis Ende des Jahres will das Unternehmen zudem in Brasilien zum weltweit ersten Mal Kautschuk auf biologischer Basis herstellen. Dabei wird Ethylen statt aus Erdöl aus Zuckerrohr gewonnen.