Ingo Bretthauer

LPKF-Chef Ingo Bretthauer macht das schwache Geschäft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) zu schaffen, das um drei Viertel einbrach. - Bild: LPKF

Dem Unternehmen macht das schwache Geschäft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) zu schaffen, das um drei Viertel einbrach.

Der Umsatz sank um 27 Prozent auf 87,3 Millionen Euro, lag damit aber innerhalb der im November gesenkten Prognosespanne von 85 bis 90 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) rutschte auf minus 3,7 Millionen Euro ab. Darin enthalten waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Im Jahr 2014 hatte LPKF noch ein EBIT von 12,7 Millionen Euro erzielt. Die EBIT-Marge fiel auf minus 4,3 Prozent von plus 10,6 Prozent im Vorjahr.

Im Produktbereich LDS, der in den Vorjahren der größte Wachstumstreiber des Unternehmens war, bietet LPKF Laseranlagen und Prozess-Know-how für die Herstellung von dreidimensionalen spritzgegossenen Schaltungsträgern an. Der Trend sei im vergangenen Jahr jedoch abrupt abgebrochen, erklärte CEO Ingo Bretthauer im Geschäftsbericht. Zwar sei er sich sicher, das LDS "noch lange nicht am Ende" sei, doch die Wachstumserwartungen des Unternehmens würden "erst einmal von anderen Produktbereichen getragen".

Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet LPKF in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld weiter einen Umsatzanstieg auf 100 bis 120 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll dabei im positiven einstelligen Bereich liegen, hieß es im Geschäftsbericht. In den folgenden Jahren strebt das TecDAX-Unternehmen wieder Ziele von mindestens 10 Prozent durchschnittlichem Umsatzwachstum jährlich bei zweistelligen EBIT-Margen an.