Hora-Werk, Leipold, BWK

Sitz des Hora-Werk. - Bild: Leipold

Mit dem Verkauf fokussiert sich die Leipold Gruppe auf ihre Kernbereiche. Die Hora-Werk sieht großes Wachstumspotenzial in den Zukunftsbereichen der Elektro- und Installationstechnik.

Nach dem Verkauf der Hora-Werk GmbH fertigt die Leipold Gruppe weiterhin an den Standorten Wolfach, Dransfeld (beide Carl Leipold GmbH) und Windsor/Connecticut in den USA (Leipold Inc.), so das Unternehmen. Die Hora-Werk will beide bestehenden Werke in Bünde weiterentwickeln. 

Zukunftsfähigkeit durch Fokussierung

Hintergrund für die Entscheidung über den Verkauf der Hora-Werk sieien eine zunehmende Konzentration auf das Kerngeschäft der Leipold Gruppe sowie Expansionspläne. Durch die neuen Möglichkeiten will der Drehteile-Hersteller in seine Zukunftsfähigkeit in den Kernbereichen Automotive, Industrie-, und Luftfahrttechnik sowie Sonderbereiche der Elektrotechnik investieren. Parallel plant Leipold, die Produktion am Stammsitz in Wolfach auszubauen. 

„Der Schritt für den Verkauf ist uns nicht leicht gefallen“, betont Pascal Schiefer, geschäftsführender Gesellschafter der Leipold Gruppe. „Daher war es uns umso wichtiger, für die Hora-Werk GmbH und ihre Mitarbeiter eine langfristige Alternative zu finden. Dies ist uns nun mit dem Verkauf an einen langfristig orientierten Investor geglückt. Wir sind der Überzeugung, dass diese Lösung für alle Seiten Vorteile bringt.“ 

BWK übernimmt 90 Prozent der Anteile an Hora

Mit der BWK engagiert sich bei der Hora-Werk laut Leipold ab sofort einer der ältesten deutschen Mittelstandsinvestoren. Mit 90 Prozent hält der neue Gesellschafter die Mehrheit der Anteile, der bisherige und aktuelle Geschäftsführer der Hora-Werk GmbH Dirk Niestrat steigt als Minderheitsgesellschafter mit den restlichen zehn Prozent bei Hora ein.

BWK will als Gesellschafter die Hora-Werk GmbH langfristig weiterentwickeln. „Wir stoßen bei Hora auf ein kerngesundes Unternehmen mit zukunftsfähigen Strukturen und ebenso guten Zukunftsaussichten. Wir unterstützen Hora unter anderem bei der Weiterentwicklung des Produktportfolios und bei der Internationalisierung“, sagt BWK-Geschäftsführer Dr.-Ing. Bernd Bergschneider.

Hora blickt optimistisch in die Zukunft

Die Hora-Werk GmbH blickt dabei laut Mitteilung optimistisch in die Zukunft, wie Geschäftsführer Dirk Niestrat sagt: „Wir werden auch in Zukunft moderat wachsen. Projekte, die aktuell kurz vor dem Vertragsschluss stehen, werden unsere Entwicklung ab 2018 weiter positiv beeinflussen.“ Seit der Übernahme der Hora-Werk GmbH 1994 durch Leipold war das Unternehmen stets profitabel. Mit Abschluss des laufenden Jahres schafft Hora einen weiteren Gewinnsprung.

Wachstumsaussichten versprechen insbesondere der noch junge Bereich für Elektrokomponenten sowie Joint-Ventures in Indien und weiteren asiatischen Staaten. Über diese Partner kann Hora auch weniger komplexe Elektroteile und kleine Stückzahlen zu attraktiven Konditionen anbieten und somit beim Kunden als Vollsortimenter auftreten. Parallel soll Bünde der Produktionsstandort für komplexe Produkte wie die Elektrokomponenten werden. 

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