Neben dem Geschäft mit Smartphones setzt Lenovo weiter auf den weitgehend gesättigten PC-Markt. -

Neben dem Geschäft mit Smartphones setzt Lenovo weiter auf den weitgehend gesättigten PC-Markt. - Bild: Lenovo

Lenovo hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet und sich optimistisch zum Smartphone-Geschäft der Marke Motorola geäußert.

Der Umsatz kletterte in den drei Monaten per Ende Dezember um knapp ein Drittel. Investoren sind entzückt, die Aktie des chinesischen Computerherstellers verteuert sich um 8,6 Prozent. Das ist das höchste Tagesplus seit über einem Jahr.

Die Erlöse kletterten im Quartal um 31 Prozent auf 14,1 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn sank zwar um fünf Prozent auf 253 Millionen Dollar, Analysten hatten allerdings mit einem stärkeren Rückgang auf 184,6 Millionen Dollar gerechnet. Marktbeobachter hatten befürchtet, dass das unprofitable Motorola-Smartphone-Geschäft stärker auf die Gewinne drückt.

“Mit dem Fortschritt bei Motorola sind wir sehr zufrieden”, sagte Lenovo-Chef Yang Yuanqing. Der Umsatzanteil des Smartphone-Geschäfts insgesamt soll in einem Jahr auf 30 Prozent von derzeit 24 Prozent steigen. Die Chinesen verkaufen ihre Handy-Alleskönner sowohl unter der eigenen Marke als auch unter dem Enblem von Motorola.

Lenovo hatte Motorola vor kurzem für 2,9 Milliarden Dollar gekauft. Die Chinesen führten die Marke seitdem wieder auf den schnell wachsenden chinesischen Markt und in anderen Ländern ein, was immer mehr Früchte trägt. Im dritten Quartal habe Motorola die Verkäufe verdoppelt und weltweit mehr als zehn Millionen Geräte abgesetzt.

Auf dem schnell wachsenden chinesischen Markt spürt Lenovo im Handygeschäft allerdings auch zunehmend den Druck von Apple. Der US-Konzern hat im abgelaufenen Quartal seine Verkäufe in China um 70 Prozent gesteigert.

Neben dem Geschäft mit Smartphones setzt Lenovo weiter auf den weitgehend gesättigten PC-Markt. Im vergangenen Jahr zogen der chinesische Konzern, zu dem in Deutschland der Aldi-Zulieferer Medion gehört, an Hewlett-Packard als größer PC-Hersteller vorbei.

Dow Jones Newswires/Evelyn Mahlik