Insgesamt stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 13,4 Prozent auf 1,156 Milliarden Euro. Vor Zinsen

Insgesamt stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 13,4 Prozent auf 1,156 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern blieben davon 50,4 Millionen Euro nach 47,3 Millionen im Vorjahr übrig. - Bild: Leoni

Der Kabelhersteller Leoni hat im zweiten Quartal 2015 vom Geschäft mit Bordnetzsystemen für die Automobilbranche profitiert. Umsatz und operativer Gewinn legten zu.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das MDAX-Unternehmen aus Nürnberg deshalb.

Insgesamt stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 13,4 Prozent auf 1,156 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern blieben davon 50,4 Millionen Euro nach 47,3 Millionen im Vorjahr übrig. Bereinigt um Sondereffekte lag der operative Gewinn bei 54,6 Millionen Euro, ein Plus von 7,3 Prozent. Unterm Strich verblieben 35,1 Millionen Euro, ein Anstieg von 17,3 Prozent. Damit lagen die Ergebnisse über den Schätzungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten.

Im Geschäft mit der Automobilbranche lief es in beiden Sparten gut. Auch mit Kabelsystemen für die Robotik und Medizintechnikindustrie erwirtschaftete das Unternehmen solide Umsätze. Schwach liefen dagegen die Geschäfte mit Datenleitungen und Kabeln für Infrastrukturprojekte sowie der Petrochemie.

Der damalige Vorstandschef Klaus Probst hatte bereits im Frühjahr angekündigt, dass sich im weiteren Jahresverlauf die Ergebnisse deutlich verbessern würden. Im ersten Quartal war der Gewinn vor allem aufgrund hoher Anlaufkosten für Neuprojekte drastisch abgesackt. Diese Neuprojekte hätten nun bereits spürbar zum Umsatzwachstum beigetragen, hieß es in der aktuellen Mitteilung weiter.

Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen deshalb. Der Umsatz soll demnach auf rund 4,3 Milliarden Euro zulegen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern auf mehr als 200 Millionen Euro steigen – einen Wert, den Leoni bereits für Ende vergangenen Jahres angepeilt hatte, jedoch im Herbst wieder zurücknehmen musste.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht