Nach vorläufigen Zahlen liegt das EBIT von Leoni bei 131 Mio Euro (Bild: Leoni).

Nach vorläufigen Zahlen liegt das EBIT von Leoni bei 131 Mio Euro (Bild: Leoni).

Der Umsatz des Kabelsystemanbieters Leoni aus Nürnberg stieg im Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Zahlen auf einen Rekordwert von 2,96 Mrd Euro. Besonders in BRIC-Staaten sowie in den USA gebe es einen sehr stark erhöhten Absatz von Kabelsätzen und Bordnetz-Systemen für Fahrzeuge.

Gunnar Knüpffer

NÜRNBERG. Leoni, der führende Anbieter von Kabeln und -systemen für die Automobilbranche und weitere Industrien, hat im Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Berechnungen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 131 Mio Euro erzielt. In diesem Ergebnis sind weitere Restrukturierungsaufwendungen des vierten Quartals bereits verkraftet. Im Vorjahr fiel noch ein Verlust an, damals betrug das EBIT -116 Mio Euro. Zuletzt war ein EBIT von 120 Mio Euro angepeilt worden.

Der Umsatz wurde auf ein Rekordniveau von etwa 2,96 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,16 Mrd. Euro) erhöht. Grund für das deutliche Überschreiten der Prognose von rund 2,8 Mrd. Euro sei neben einem nochmals gestiegenen Kupferpreis eine bis zum Jahresende dynamisch verlaufende Nachfrage sowohl der Automobilindustrie als auch aller anderen relevanten Märkte, teilte Leoni mit. Besonders in BRIC-Staaten sowie in den USA gebe es einen sehr stark erhöhten Absatz von Kabelsätzen und Bordnetz-Systemen für Fahrzeuge.

Dem Unternehmen sei es gelungen, das Ziel eines mindestens ausgeglichenen Free Cashflows deutlich zu übertreffen, teilte Leoni mit. Infolgedessen wurden die Nettofinanzschulden den vorläufigen Zahlen zufolge um rund 50 Mio Euro reduziert; sie lagen zum Jahresende erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise wieder unterhalb des Eigenkapitalniveaus.

Für das Jahr 2011 hält Leoni an seiner bisherigen Umsatzprognose von mehr als 3,1 Mrd. Euro fest. Das Unternehmen sei zuversichtlich, weiter deutlich steigende Erträge zu erzielen. Die jüngsten Beeinträchtigungen von Produktion und Logistik an den Standorten in Tunesien und Ägypten sollen nach heutigem Stand zu “keinen wesentlichen finanziellen Belastungen führen”.