Leoni Russland

Der Automobilzulieferer Leoni baut um und will 1.100 Arbeitsplätze im Bordnetz-Bereich streichen. - Bild: Leoni

Wie der Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche mitteilte, wurde in der Bordnetzsparte eine neue Struktur eingeführt und die Organisation sei von fünf auf drei Ebenen verschlankt worden.

Der Bordnetz-Bereich plane, dass 2016 weltweit rund 1.100 Stellen wegfallen, davon rund 70 in Deutschland. Die Einsparungen führten aber im Geschäftsjahr 2016 nur zu geringen Ergebnisverbesserungen und Leoni verweist auf die Einmalbelastungen durch die Restrukturierung.

Ab 2017 soll sich dann aber aus den Reorganisationsmaßnahmen eine dauerhafte Steigerung der Profitabilität ergeben. Die Nürnberger erwarten hier einen jährlichen Effekt von ca. 30 Millionen Euro auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Insgesamt beschäftigt Leoni weltweit 75.000 Mitarbeiter, davon 66.000 in der Boardnetz-Sparte. Leoni hatte unter dem Strich im ersten Quartal deutlich weniger verdient und musste einen Rückgang beim Nettoergebnis auf 11,5 Millionen von 16,7 Millionen Euro verkraften. Das EBIT brach bei dem MDAX-Unternehmen um über 30 Prozent auf 24,4 Millionen Euro ein.