Einbau von Kabelsystemen für Industrie-Roboter: Leoni will vor allem in Asien zukaufen (Bild:

Einbau von Kabelsystemen für Industrie-Roboter: Leoni will vor allem in Asien zukaufen (Bild: Leoni).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)– “Für 2013 halte ich einen Umsatz von 4 Mrd Euro für möglich”, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Probst im Interview mit dem Handelsblatt (HB/Donnerstagsausgabe). Treiber des Wachstums soll unter anderem die für 2012 geplante Übernahme von Daekyeung sein.

Mit der Übernahme will Leoni den Zugang zu dem schnell wachsenden südkoreanischen Autokonzern Hyundai erhalten. Zudem sollen vor allem die Werke in China ausgebaut werden. 2012 will Leoni in China 500 Mio Euro umsetzen, doppelt soviel wie 2010. “In fünf Jahren wird der Anteil am Konzernumsatz bei 20% liegen, das absolute Volumen dürfte dann in die Nähe einer Milliarde Euro kommen”, sagte Probst.

Die Mittel für die Expansion hatte sich Leoni Anfang Juli über eine Kapitalerhöhung besorgt, die 113 Mio Euro einspielte. Hinzu kommt ein starker Cash-Flow aus dem operativen Geschäft. Probst bekräftigt die Jahresprognose mit einem Umsatz von 3,4 Mrd Euro und einem operativen Gewinn von 210 Mio Euro.

Probst will zudem die Verschuldung des Unternehmens deutlich drücken. “Ende des Jahres sollen die Nettofinanzschulden auf unter 300 Mio Euro sinken. Dem wird ein Eigenkapital von knapp 700 Mio Euro gegenüber stehen.” Ende des ersten Quartals lagen die Nettofinanzschulden bei 458 Mio Euro und das Eigenkapital bei 505 Mio Euro.