Der im vergangenen Jahr vereinbarte, 5,1 Milliarden Euro teure Kauf der Öl- und

Der im vergangenen Jahr vereinbarte, 5,1 Milliarden Euro teure Kauf der Öl- und Gasfördergesellschaft Dea wurde erst vergangene Woche abgeschlossen. - Bild: RWE

LetterOne hat die Felder im Zuge der Übernahme der RWE-Tochter Dea erhalten. Großbritannien war gegen den Deal, aus Sorge, dass Fridman wegen der Kriegshandlungen in der Ukraine von weiteren Sanktionen gegen russische Geschäftsleute betroffen sein könne.

Der im vergangenen Jahr vereinbarte, 5,1 Milliarden Euro teure Kauf der Öl- und Gasfördergesellschaft Dea wurde erst vergangene Woche abgeschlossen. Die Regierung in London gab LetterOne daraufhin sieben Tage Zeit, um zu erklären, warum sie keine Weiterveräußerung der Gasfelder anordnen solle. Denn mögliche Sanktionen könnten dazu führen, dass die Gasfelder stillgelegt werden – und das zu einer Zeit, in der die heimische Förderung zurückgeht.

LetterOne teilte am Mittwoch mit, der Investmentfonds habe darauf eine detaillierte Antwort eingereicht. Man werde weiter mit der Regierung zusammenarbeiten und jeden Stein umdrehen, um eine Lösung zu finden.

Eine Sprecherin des britischen Energieministeriums wollte nicht bestätigen, ob die Behörde etwas von LetterOne erhalten habe und sich auch nicht weiter dazu äußern.

Fridman unterliegt derzeit keinen Sanktionen. LetterOne hat bereits erklärt, das Unternehmen könne rechtliche Schritte unternehmen und Schadenersatz verlangen, wenn die Regierung ihre Drohung wahr mache und einen Weiterverkauf der Anteile an 13 Gasfeldern in der Nordsee verlange.

Die Öl- und Gasfelder von Dea liegen unter anderem in Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Deutschland und Ägypten.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke