Für die deutsche Elektroindustrie gab es laut Branchenverband ZVEI im ersten Quartal 2019 Postives und Negatives zu berichten

Für die deutsche Elektroindustrie gab es laut Branchenverband ZVEI im ersten Quartal 2019 Postives und Negatives zu berichten. - Bild: Pixabay

„Der jüngste Auftragsrückgang war der erste seit November 2016. Dabei hat auch eine Rolle gespielt, dass der März zwei Arbeitstage weniger hatte als 2017“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Im gesamten ersten Quartal dieses Jahres legten die Auftragseingänge um 3,0 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Die Inlandsaufträge gaben um 0,9 Prozent nach, wohingegen die Auslandsaufträge um 6,4 Prozent stiegen. Die Bestellungen von Kunden aus dem Euroraum erhöhten sich kaum (+0,8 Prozent). Die Aufträge von Abnehmern aus Drittländern lagen allerdings um 10,0 Prozent höher als vor einem Jahr.

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie war im März ebenfalls rückläufig. Sie gab um 3,4 Prozent gegenüber Vorjahr nach. Kumuliert von Januar bis März dieses Jahres konnten die Unternehmen ihren Output um 2,7 Prozent gegenüber Vorjahr ausweiten.

Mit 16,8 Milliarden Euro fielen die Erlöse der deutschen Elektrounternehmen im März um 5,0 Prozent niedriger aus als im (starken) Vorjahresmonat. Inlands- und Auslandsumsatz sanken um 4,3 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro bzw. um 5,4 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Mit Kunden aus dem Euroraum wurden 3,3 Milliarden Euro erlöst (-6,0 Prozent), mit Partnern aus Drittländern 5,6 Milliarden Euro (-5,0 Prozent).

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Kapazitäten weniger ausgelastet

Für das erste Quartal 2018 lässt sich ein Anstieg der Branchenerlöse um 3,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 47,3 Milliarden Euro notieren. Hier zogen die Inlandserlöse um 3,5 Prozent auf 22,5 Milliarden Euro an, die Auslandserlöse um 2,9 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro. Der Umsatz aus Geschäften mit der Eurozone erhöhte sich um 3,1 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. Die Erlöse mit Drittländern übertrafen mit 15,6 Milliarden Euro ihren entsprechenden Vorjahreswert um 2,7 Prozent.

Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung in der gesamten Elektrobranche hat sich zu Beginn des zweiten Quartals 2018 leicht um 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 87,8 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung verringert. Gleichzeitig stieg die Reichweite der Auftragsbestände aber deutlich von 3,2 auf 4,1 Produktionsmonate.

Geschäftsklima gibt erneut nach

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat im April den dritten Monat in Folge nachgegeben. „Während die Beurteilung der aktuellen Lage dabei besser ausfiel als noch im März, gingen die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich zurück“, so Dr. Gontermann. 62 Prozent der Branchenunternehmen schätzen ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als gut ein, 31 Prozent als stabil und sieben Prozent als schlecht. Was die kommenden sechs Monate anbelangt, so gehen 19 Prozent der Firmen von anziehenden, 68 Prozent von gleichbleibenden und 14 Prozent von rückläufigen Geschäften aus.

ZVEI