Linde,Fusion,Praxair

Linde-Vorstandvorsitzender Aldo Belloni will die Milliardenfusion mit Praxair möglichst schnell unter Dach und Fach bringen. - Bild: Linde

"Es ist derzeit sicher nicht leicht vorstellbar, sich mit den USA enger zu verbinden", sagte Belloni der Süddeutschen Zeitung mit Blick auf die neue US-Administration unter US-Präsident Donald Trump. Linde halte jedoch an dem Fusionsvorhaben fest, da man von dessen Logik überzeugt sei.

Belloni will jetzt aufs Tempo drücken. "Unser Bestreben ist es, bis Ende April fertig zu sein und uns bis dahin auf eine bindende Fusionsvereinbarung zu verständigen, in der alle Einzelheiten geregelt sind", sagte er. Spätestens bis zur Linde-Hauptversammlung am 10. Mai soll alles fertig verhandelt sein. Endgültig abgeschlossen werden würde die Transaktion aber vermutlich erst im ersten Halbjahr 2018.

Linde und Praxair hatten sich im Dezember auf einen Zusammenschluss unter Gleichen mittels eines Aktientausches geeinigt. Die beiden Unternehmen erwarten durch die Transaktion jährliche Synergien von etwa 1 Milliarde US-Dollar. Der gemeinsame Pro-forma-Umsatz liegt bei Zugrundelegung der Jahresabschlüsse von 2015 bei rund 30 Milliarden Dollar. Die Marktkapitalisierung betrug zum Zeitpunkt der Fusionsankündigung mehr als 65 Milliarden Dollar.