Linde

Linde macht weniger Gewinn, sieht sich beim Thema Praxair-Fusion aber im Plan. - Bild: Linde

Die neue Holdinggesellschaft Linde plc habe von den 24 benötigten kartellbehördlichen Genehmigungen bereits vier erhalten, teilte der Münchner Konzern am Freitagmorgen mit. Die Behörden in Pakistan, Paraguay, Russland und der Türkei hätten bestätigt, keine Einwände gegen die Fusion zu haben. Mit sämtlichen anderen Kartellbehörden stehe man wie geplant "in engem Austausch".

Linde hat auf dem Weg zur Fusion bereits eine ganz wichtige Hürde genommen: Bis Dienstagmittag sind 64,5 Prozent der Aktien in Anteilsscheine der Linde plc getauscht worden. Die Quote dürfte nun wohl schnell weiter steigen, denn einige der Indexfonds tauschen erst, wenn die Mindestquote erreicht ist.

Zudem sind Institutionelle Anleger dafür bekannt, ihre Papiere oft erst in der letzten Minute einzureichen, um nicht eine mögliche bessere Alternative zu verpassen. Zum Wochenanfang hatte Linde nur einen Tag vor dem Ende der Annahmefrist etwas Druck aus dem Vorhaben genommen und die Annahmequote auf 60 Prozent gesenkt. Vorher lag die angestrebte Hürde bei 75 Prozent, die bis zum 24. Oktober hätte erreicht werden müssen.

Umsatz und Ergebnis "gut entwickelt"

Im dritten Quartal berichtete Linde ein Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten, also ohne die zum Verkauf stehende Logistiktochter Gist, von 302 (Vj 340) Millionen Euro und ein EBIT aus fortgeführten Aktivitäten von 455 (Vj 522) Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 4,21 (Vj 4,26) Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten fiel auf 277 von 313 Millionen Euro.

In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten um 2,7 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 3,8 Prozent auf 3,15 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten fiel allerdings auf 958 Millionen von 1,02 Milliarden Euro im Vorjahr, unter anderem wegen Sondereffekten. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten ermäßigte sich um 7 Prozent auf 879 Millionen Euro.

"Umsatz und Ergebnis haben sich in den ersten neun Monaten gut entwickelt, und auch mit unserem Effizienzprogramm liegen wir voll im Plan", sagte Vorstandschef Aldo Belloni. Die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr hat Linde bekräftigt.