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Bei der geplanten Fusion zwischen Linde und Praxair haben sich die Gewerkschaften Zugeständnisse gesichert. - Bild: Linde

Zudem sei der auf Deutschland bezogene Stellenabbau im Rahmen des jüngst angekündigten Kostensenkunsprogramms "signifikant reduziert" worden. Der Standort Dresden werde nicht geschlossen.

"Wir haben unsere Punkte durchgesetzt und den Beschäftigten im Fall einer Fusion Sicherheit erstritten", so Xaver Schmidt, Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Linde AG. Der DAX-Konzern verhandelt derzeit nach dem geplatzten ersten Anlauf abermals mit dem US-Rivalen Praxair über einen Zusammenschluss.

Praxair hatte bei Linde Ende November überraschend angeklopft und einen neuen Fusionsvorschlag vorgelegt. Dabei soll der US-Konzern Zugeständnisse an den deutschen Partner gemacht haben. Der erste Versuch war vor allem deshalb gescheitert, weil Praxair kaum Rücksicht auf deutsche Standorte nehmen wollte. Arbeitnehmervertreter fürchteten eine Schwächung der Linde-Zentrale in München und anderer Standorte.

Sollte die Megafusion nun gelingen, entstünde der weltgrößte Gasekonzern. Linde hat einen Börsenwert von gut 29 Milliarden Euro, Praxair kommt auf 31,6 Milliarden Euro. Zudem ergänzen sich die beiden Unternehmen regional sehr gut. Praxair ist in den USA und in Südamerika stark vertreten, Linde ist stark in Europa und Asien positioniert.