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Linde hat ein neues konzernweites Sparprogramm aufgelegt. - Bild: Linde

In den ersten neun Monaten hat Linde weniger umgesetzt und operativ verdient, hält aber an den Jahreszielen fest und will die Dividende anheben.

Einschließlich der seit 2015 bereits initiierten Maßnahmen will der DAX-Konzern ab 2019 nun die Kosten um rund 550 Millionen Euro pro Jahr senken. Mit den Maßnahmen erhofft sich der Konzern künftig noch schneller und effizienter im weltweiten Wettbewerb zu werden. In diesem und im kommenden Jahr kalkuliert Linde für das neue Sparprogramm mit Restrukturierungskosten von rund 400 Millionen Euro.

Linde habe das gesamte Unternehmen mit allen Organisationseinheiten einer Überprüfung der strategischen Ausrichtung und der Strukturen unterzogen, sagte Vorstandschef Wolfgang Büchele. Geplant ist eine Verbesserung der internen Abläufe sowie eine Reduzierung der Komplexität und Hierarchien. Ziel sei, Linde langfristig und nachhaltig zu einem der profitabelsten Unternehmen zu machen, hieß es.

In den ersten 9 Monaten des Jahres musste Linde sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (EBITDA) Federn lassen. Der Konzernumsatz fiel um 4,3 Prozent auf knapp 13 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis gab um 2,3 Prozent auf gut 3 Milliarden Euro nach. Die Zahlen fielen aber noch etwas besser aus als von Dow Jones Newswires befragte Analysten erwartet hatten.

Unter dem Strich verdiente Linde mit 945 Millionen Euro dank Sparmaßnahmen knapp 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Jahresprognosen bestätigte der Konzern. Linde will im Gesamtjahr wechselkursbereinigt Umsatz und operatives Ergebnis um 4 Prozent steigern. Das Unternehmen mit Sitz in München weist aber darauf hin, dass es auch einen Rückgang von bis zu 3 Prozent geben könne. Die Dividende will Linde wie im Vorjahr erneut anheben.