OBERKOCHEN (sm). Nach einem zufriedenstellenden 1. Quartal 2010 hat sich das Geschäftsklima im Weltmarkt für Präzisionswerkzeuge und im Maschinenbau im 2. Quartal weiter spürbar verbessert. Dies schlägt sich bei der LMT-Gruppe in einem überdurchschnittlichen Auftragseingang und einer zunehmenden Auslastung der Produktion nieder. Wenn die Entwicklung anhält, wird der für 2010 geplante Auftragseingang von ca. 240 Mio. Euro überschritten.

Der Auftragseingang in der gesamten Gruppe – Präzisionswerkzeuge einerseits und die Tablettiermaschinen des Pharmaspezialisten Fette-Compacting andererseits – steigerte sich im 1. Halbjahr 2010 um über 25 % auf 125 Mio. Euro und lag damit deutlich über dem geplanten Budget. Die Werkzeuggruppe erzielte einen Zuwachs von 38 % mit überproportionalen Steigerungen in China, Indien und den USA. Der Maschinenbau der LMT-Gruppe, Fette Compacting, hatte unter der Wirtschaftskrise im Vorjahr wesentlich weniger gelitten als die Branche. Der Auftragseingang wuchs im ersten Halbjahr 2010 um 11 %. Auch in diesem Bereich trug Asien überproportional zum Wachstum bei.

Dennoch hält die Gruppe an ihrer, angesichts der bisherigen Entwicklung in 2010, konservativ ausgerichteten Planung von ca. 240 Mio. Auftragseingang für 2010 fest. „Wir sind zwar zunehmend optimistisch“, so Dr. Heinrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Gruppe, „aber die Weltwirtschaft hat sich nach der dramatischen Krise von 2008 und 2009 noch nicht nachhaltig beruhigt. Wir wollen auch im Fall von erneuten Rückschlägen schwarze Zahlen schreiben, und planen deshalb weiter vorsichtig. Allerdings sind wir heute so aufgestellt, dass wir auch eine deutlich höhere Nachfrage kurzfristig bedienen können.“

Umsatz knapp über Plan, Ergebnis positiv

Auch mit dem Gesamtumsatz von 112,5 Mio. Euro für das erste Halbjahr liegt die Gruppe über Plan und über dem Vorjahreswert von 107 Mio. Euro. Dabei ist zu beachten, dass sich der Auftragseingang im Auf- wie Abschwung immer mit zeitlicher Verzögerung im Umsatz niederschlägt. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an der Umsatzplanung von ca. 240 Mio. Euro fest.

In der LMT-Gruppe waren zum Stichtag am 30. Juni 2010 1.679 Mitarbeiter beschäftigt, gegenüber 1.910 Mitarbeitern im Vorjahr. Die Ausbildungsquote blieb mit 5 % konstant. Die Personalkosten konnten gegenüber der Vergleichsperiode, mit sehr hohem Anteil Kurzarbeit, um weitere 5 % gesenkt werden. „Wir können in der gegenwärtigen Struktur deutlich effizienter arbeiten und eine höhere Leistung erreichen“, so Dr. Michael Heinrich. „In den ersten Monaten des Jahres mussten sich viele Mitarbeiter im Rahmen der Umstrukturierung mit neuen Aufgaben vertraut machen. In der zweiten Jahreshälfte wird die Produktivität signifikant höher sein und wir werden aus dem gewachsenen Auftragsbestand einen höheren Umsatz erzielen.

Wende zum nachhaltigen Wachstum geschafft

In den Zahlen des ersten Halbjahres drückt sich aus Sicht der Geschäftsführung um Dr. Michael Heinrich der Erfolg der umfangreichen Neuorientierung und Umstrukturierung in der LMT-Gruppe aus: „Wir haben nicht nur gespart, sondern wir haben investiert und uns neu aufgestellt. Wir stehen beim Auftragseingang in der Werkzeugtechnik heute sogar etwas besser da, als der Wettbewerb. Und was mich besonders freut: Wir gewinnen im Ausland, insbesondere in Asien, an Vorsprung. Daher glaube ich, dass die Wende für die LMT-Gruppe nachhaltig ist: Wir haben unsere Kosten im Griff, wir realisieren neue Formen der engen Zusammenarbeit über die Kontinente hinweg, wir haben uns auf das konzentriert, was wir am besten können.“