GARBSEN (LPKF/mn) — Die LPKF Laser & Electronics AG hat den Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf  37 Mio. Euro gesteigert. Das entspricht einer Steigerung von 63 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009. Mit  8 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von 23 Prozent lag das Quartalsergebnis vor Zinsen und Steuern über den Erwartungen. Allein im zweiten Quartal setzte das Unternehmen 19 Mio. Euro um und erwirtschaftete ein EBIT von 4 Mio. Euro.

Vorstandssprecher Dr. Ingo Bretthauer sieht in der Entwicklung des ersten Halbjahrs eine deutliche Verbreiterung der Wachstumsbasis. „LPKF befindet sich auf einem Wachstumskurs, der von der einsetzenden Erholung der Gesamtwirtschaft beflügelt wird. In allen Segmenten profitiert der LPKF-Konzern von dem zunehmenden Bedarf an hochtechnologischen Fertigungslösungen.“

Die sich stabilisierenden Rahmenbedingungen und die weiterhin hervorragende Auftragslage veranlassen den Vorstand dazu, die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf mindestens 68 Mio. Euro zu erhöhen und die angepeilte EBIT-Marge auf mindestens 17 % herauf zu setzen.

Den größten Anteil am Wachstum im ersten Halbjahr 2010 verzeichnete das Segment Schneid- und Strukturierungslaser mit einem Anstieg von 142 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, vor allem aufgrund des starken Geschäfts mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS). Die bislang ausgelieferten Systeme haben sich im Produktionseinsatz bewährt. Bei der Herstellung von Mobilfunkantennen für Smartphones hat die LDS-Technologie mittlerweile eine führende Position eingenommen. Auch für die Herstellung von Laptop-Antennen und Sensorikbauteilen im Auto wird das LDS-Verfahren verstärkt nachgefragt.

Anfang Juni hat LPKF den Erhalt eines Großauftrags von knapp 6 Mio. Euro für Lasersysteme zum Trennen von Leiterplatten gemeldet. Der Bereich Lasernutzentrennen eröffnet den Leiterplattenproduzenten neue Möglichkeiten und wird im LPKF-Konzern als Geschäftsbereich mit großem Wachstumspotenzial gesehen.

Auch die anderen Segmente haben im ersten Halbjahr eine erfreuliche Geschäftsentwicklung zu verzeichnen. Aus dem Geschäft mit Laseranlagen zur Strukturierung von Dünnschichtsolarzellen kommen zunemend positive Signale. Der Vorstand sieht im Segment Dünnschichttechnologien aufgrund der aktuellen Belebung mittelfristig gute Wachstumschancen in einem Zukunftsmarkt.

Die hohe Kapazitätsauslastung und das erwartete Wachstum fordert Investitionen insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Service und Produktion. Am Standort Garbsen wird in diesem und im nächsten Jahr auch in Neu- und Umbauten investiert.