LPKF Umsatz Verlust Gewinn

Bescheidene Aussichten: LPKF meldet Halbjahresergebnisse, die unter denen des Vorjahreszeitraumes liegen. - Bild: LPKF

Der Umsatz der ersten sechs Monate 2016 erreichte knapp 40 Millionen nach 42,4 Millionen Euro im Vorjahr. Der EBIT-Verlust lag bei 3,7 Millionen nach einem Minus von 3,2 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

Im zweiten Quartal zog das Geschäft bei dem Konzern mit Sitz in Garbsen bei Hannover wieder etwas an. LPKF, die Systeme zur Herstellung von Leiterplatten-Prototypen und für die Laser-Mikromaterialbearbeitung baut, meldete ein Umsatzwachstum von knapp 20 Prozent über dem Vorjahresquartal, und das operative Ergebnis (EBIT) war mit 0,7 Millionen Euro positiv.

Zum Jahresauftakt wies LPKF einen Verlust nach Zinsen und Steuern von 4,5 Millionen Euro aus. Der Auftragseingang stagnierte in den ersten drei Monaten bei 19,3 Millionen Euro.

Im zweiten Quartal zogen die Bestellungen an, und für das erste Halbjahr wies das Unternehmen nun einen Auftragseingang von 60 Millionen Euro aus. Dieser lag 40 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Book-to-bill-Rate erreichte einen Wert von 1,5. LPKF erklärte am Montag, das Solargeschäft habe mit einem Großauftrag in Höhe von 17 Millionen Euro in erster Linie zum Auftragseingang im zweiten Quartal beigetragen. Die beiden anderen Segmente lagen laut LPKF im ersten Halbjahr noch unter den Erwartungen.

Das angekündigte Programm zum Kostensparen komme gut voran, und der geplante Abbau von 100 Vollzeitstellen laufe planmäßig. Anfang Mai bei der Senkung der Umsatzprognose hatte LPKF angekündigt, unter anderem weltweit 13 Prozent der Stellen abzubauen, um die Kosten zu senken und eine Basis für ein profitables Wachstum in den kommenden Jahren zu schaffen.

Die Zielsetzung für das laufende Jahr hat der Konzern bekräftigt: Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet der Vorstand bei einer stabilen Entwicklung der Weltkonjunktur einen Umsatz von 90 Millionen bis 110 Millionen Euro und eine EBIT-Marge zwischen minus 3 und plus 6 Prozent. Darin enthalten sind geschätzte Restrukturierungsaufwendungen von 2 Millionen Euro. Für 2017 rechnet der Vorstand mit "anziehenden Umsätzen und einem deutlich positiven Ergebnis".