LPKF

LPKF hat im ersten Halbjahr 2017 die Gewinnzone verpasst. - Bild: LPKF

Die Zahlen entsprechen damit einer Marge von minus 6,1 Prozent.

Der Maschinenbauer aus Garbsen bei Hannover, der laserbasierte Präzisionswerkzeuge baut, mit denen zum Beispiel elektronische Bauteile hergestellt werden, hat sich für das laufende Jahr eine positive EBIT-Marge zwischen 1 und 5 Prozent vorgenommen.

Diese Prognose bestätigte der Vorstand. Entscheidend werde dafür "wie so oft" das vierte Quartal sein, erklärte Vorstandschef Ingo Bretthauer.

Nach Einsparungen unter anderem beim Personal ist es LPKF im Halbjahr gelungen, den EBIT-Verlust im vergleich zum Vorjahr um etwa 1 Million Euro einzudämmen, gegenläufig wirkten jedoch anteilig gestiegene Materialkosten. LPKF hatte die Gewinnschwelle mit Hilfe zahlreicher Maßnahmen zu Jahresbeginn auf 90 Millionen Euro Umsatz getrimmt.

Nach starkem Wachstum im ersten Quartal blieb der Umsatz im zweiten Quartal allerdings hinter dem des Vorjahreszeitraums zurück. Auf Halbjahressicht stieg der Gesamtumsatz um 13 Prozent, dabei zeigten alle Geschäftsbereiche Wachstum. Besonders stark fiel es mit 80 Prozent im kleinsten Segment SolarQuipment mit Systemen zur Strukturierung von Solarzellen aus. Hier reicht der Auftragsbestand deutlich in das Jahr 2018 hinein.

Der Bereich WeldingQuipment mit Systemen zum Kunststoffschweißen legte um 17,5 Prozent zu; die beiden übrigen Bereiche wuchsen nur leicht. Mit 45,7 Millionen Euro lag der Auftragsbestand im Gesamtunternehmen zur Jahresmitte um 40 Prozent über dem des Vorjahres.

Bis zum Jahresende strebt LPKF 92 bis 100 Millionen Euro Umsatz an. In den Folgejahren sollen die Einnahmen weiter steigen. Mittelfristig möchte LPKF wieder EBIT-Margen von mindestens 10 Prozent erreichen.