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Der Luftfahrtzulieferer Cobham hat mit schwachen Geschäftszahlen und einem düsteren Ausblick verschreckt. -Bild: Cobham

Zudem hätten sich einige Akquisitionen schlechter entwickelt als erwartet.

Die Cobham-Aktie brach im frühen Londoner Handel um 23 Prozent ein. Im Mittagshandel notiert das Papier noch mit einem Abschlag von 17 Prozent.

Cobham kündigte an, eine Abschreibung von 150 Millionen Pfund (176,6 Millionen Euro) auf die Projekte rund um das KC-46-Tankflugzeug von Boeing für die US-Air Force vornehmen muss.

Cobham sei in langwierigen Gesprächen mit Boeing darüber gewesen, wie die finanziellen Lasten verteilt werden könnten. "Es wurde klar, dass die Kosten für die Fertigstellung der Entwicklung größtenteils zu Lasten Cobhams gehen", so der britische Anbieter.

Rückschläge für das militärische Programm sind nur eine der Turbulenzen, die Cobham getroffen haben und die bereits zu einer Serie von Gewinnwarnungen geführt haben. Darunter sind auch der Weggang der Vorstandsvorsitzenden im vergangenen Jahr und ein Gerichtsverfahren.

Cobham kündigte an, dass der Gewinn (Trading Profit) 2016 bei 225 Millionen Pfund und damit unter der Prognosespanne von 255 bis 275 Millionen Pfund liegen wird. Zudem warnte das Unternehmen, dass das Erreichen eines ähnlichen Ergebnisses dieses Jahr "eine Herausforderung werden könnte".

Die Ergebnisse für das Gesamtjahr werden auch durch Wertberichtigungen von 574 Millionen Pfund belastet, die im Wesentlichen mit einigen umstrittenen Akquisitionen aus den letzten Jahren zusammen hängen.