Safran,Gewinn,Umsatz,Ergebnis,2016,EBIT,EBITDA,Dividende

Der Luftfahrtzulieferer Safran hat seinen Gewinn 2016 gesteigert. - Bild: Safran

Die Anteilseigner will das Unternehmen, das den Wettbewerber Zodiac Aerospace für 8,5 Milliarden Euro übernehmen will, mit einer um 10 Prozent höheren Dividende teilhaben lassen.

Der bereinigte Nettogewinn betrug nach Angaben von Safran 2016 rund 1,8 Milliarden Euro nach 1,5 Milliarden im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro.

In diesem Jahr soll der Umsatz mit einem niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen. In der Prognose seien die Effekte der geplanten Auslagerung der Raketen-Aktiva in ein Joint Venture mit Airbus außen vor gelassen. Das operative Ergebnis soll in der Nähe des Vorjahresniveaus von 2,4 Milliarden Euro liegen.

Die Aktionäre sollen für 2016 eine Dividende von 1,52 Euro je Aktie erhalten.

Safran verteidigt Übernahme von Zodiac gegenüber TCI

Safran hat außerdem seine geplante, 8,5 Milliarden Euro schwere Akquisition des Wettbewerbers Zodiac Aerospace gegen Einwände des aktivistischen Hedgefonds TCI verteidigt. Zodiac "passt perfekt zu den Grundzügen unserer Strategie", sagte Safran-Chairman Ross McInnes, und "die finanziellen Parameter liegen im Rahmen anderer vergleichbarer Transaktionen".

In einem Brief von TCI-CEO Christopher Hohn wies McInnes die Forderung des Hedgefonds zurück, den Deal aufzugeben und stattdessen 3 Milliarden Euro für Aktienrückkäufe auszugeben.

Der Triebwerkshersteller Safran hatte den geplanten Kauf des angeschlagenen Herstellers von Flugzeugsitzen und anderen Kabinenkomponenten, Zodiac, im Januar angekündigt. Die Transaktion würde Safran zum weltweit drittgrößten Zulieferer für Boeing und Airbus machen, nach United Technologies und General Electric.

Der Investor TCI Fund Management, der fast 4 Prozent an Safran hält, erklärte am 14. Februar, dass Safran für Zodiac viel zu viel bezahlen wolle.

McInnes hielt dagegen, der Zukauf habe das Potenzial, im Laufe der Zeit Wert zu schaffen und biete den Investoren durch die Zahlung einer Sonderdividende eine sofortige Rendite auf ihre Investitionen.

TCI hatte in einem Schreiben an die französische Finanzmarktaufsicht AMF auch den Prozess für die Zustimmung der Aktionäre zu der Transaktion kritisiert. McInnes verteidigte das Verfahren. Für die Forderung des Investors, die Aktionäre vor der Unterbreitung einer Offerte abstimmen zu lassen, gebe es keine rechtliche Grundlage, sagte der Safran-Chairman. Es entspreche nicht den Prinzipien der Unternehmensführung.