Carsten Spohr

Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist an Teilen von Air Berlin interessiert. - Bild: Lufthansa

Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Kreise. Zu den entsprechenden Start- und Landeslots gehörten rund 40 Flugzeuge mitsamt Crews. Das alles - so die Überlegung - könne von der neuen Lufthansa-Tochter Eurowings übernommen werden.

Eine Sprecherin von Etihad wollte sich genauso wie Sprecher von Lufthansa und Air Berlin nicht zu dem Bericht äußern.

Für Air Berlin - das Unternehmen hatte 2015 einen Betriebsverlust von 306 Millionen Euro eingeflogen - könnte der Verkauf die Chance für eine strategische Neuausrichtung sein, so das "Handelsblatt" weiter. Die Airline könnte sich mit dann noch rund 100 Flugzeugen als reine Netzairline auf Düsseldorf und Berlin konzentrieren. Sie würde damit besser zum Premium-Anspruch des Großaktionärs Etihad passen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr wiederum könnte zeigen, dass sein Konzept, Eurowings als Konsolidierungsplattform für den europäischen Luftverkehr zu etablieren, funktioniert.

Allerdings gebe es noch offene Fragen. An einzelnen Flughäfen wie etwa Hamburg kommen Lufthansa und Air Berlin auf einen gemeinsamen Marktanteil von fast 70 Prozent. Das könnte kartellrechtliche Probleme verursachen. Ziel sei es, bis spätestens Oktober zu einer Entscheidung zu kommen, berichtet das Blatt.