Simone Menne: "Unsere Kundendaten werden an der Börse überhaupt nicht bewertet - das muss

Simone Menne: "Unsere Kundendaten werden an der Börse überhaupt nicht bewertet - das muss geändert werden." - Bild: BMW Group

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen will die Lufthansa die Daten ihrer Fluggäste zu Geld machen. Dies sagte Lufthansa-Finanzvorstand Simone Menne der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS).

Das Fliegen allein bringe es nicht mehr, sagte die Managerin in dem Interview: “Nach Umsatz sind wir der größte Luftfahrt-Konzern der Welt. Aber die Märkte bewerten Google, Whatsapp nach ganz anderen Maßstäben – nur dank der Daten, die sie generieren. Unsere Kundendaten dagegen werden an der Börse überhaupt nicht bewertet, folglich müssen wir mehr daraus machen. Wir müssen arbeiten mit diesen Daten”.

In dem Interview spricht Menne auch über die Gefahr, dass die Lufthansa aufgrund des geschrumpften Börsenwerts aus dem Dax30 absteigt: “Abgerechnet wird im September. Für uns ist ausschlaggebend, wie sich der Kurs bis dahin entwickelt. Gehts nach oben, bleiben wir sicher drin”, sagte Menne gegenüber der Zeitung. Ihr sei der Verbleib im DAX-Index sehr wichtig, betonte sie: “Es gibt Fonds, die nur im DAX investiert sind. Diese Investoren würden wir verlieren”.

Unbedingt vermeiden wolle sie eine Verschlechterung des Ratings für den Konzern: “Falls wir noch eine Stufe abgestuft würden, kein ‘Investmentgrade’ mehr hätten, würde die Finanzierung sofort teurer. Und dann würden sich auch sofort Investoren verabschieden vom Unternehmen”.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht