Grammer

Aufgrund des Machtkampfes sinkt bei Grammer im dritten Quartal das EBIT. - Bild: Grammer

"Die Auftragseingänge für neue Projekte waren auch im dritten Quartal nicht zufriedenstellend und dies hat im operativen Ergebnis Spuren hinterlassen", sagte Grammer-Chef Hartmut Müller. Während der Umsatz auf 431 Millionen von 405 Millionen Euro stieg, sank das EBIT auf 10,7 Millionen von 13,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die operative Marge liegt somit in den drei Monaten bei 2,5 (Vorjahr 3,2) Prozent und nach neun Monaten bei 3,4 (3,9) Prozent. Das Ergebnis nach Steuern steigerte Grammer im Quartal auf 5,7 Millionen von 4,3 Millionen Euro.

Grammer kämpft mit Hastor

Grammer wehrt sich gegen den Industriellenclan Hastor, der mit mehr als 20 Prozent an dem SDAX-Unternehmen beteiligt ist und Unternehmenschef Hartmut Müller ablösen will. Allerdings hat der Hersteller von Kopfstützen und Sitzen im Abwehrkampf die chinesische Ningbo Jifeng als weißen Ritter an Bord geholt. Ningbo Jifeng hält mittlerweile 25,51 Prozent an Grammer und verfügt damit auch über eine Sperrminorität.

In den ersten neun Monaten hätten hohe Sonderaufwendungen infolge des Machtkampfes belastet, so das Amberger Unternehmen weiter. Zudem hätten sich besonders deutsche Autohersteller mit Neuaufträgen zurückgehalten, was sich im dritten Quartal fortgesetzt habe. Für das laufende Jahr rechnet Grammer weiter mit einer operativen EBIT-Rendite leicht über dem Vorjahreswert von 4,0 Prozent. Ursprünglich hatte das Unternehmen rund 5 Prozent angestrebt. An der mittelfristigen Prognose hält Grammer fest.