Der Werkzeugmaschinenhersteller MAG IAS GmbH, der bislang als möglicher Börsenkandidat gehandelt

Der Werkzeugmaschinenhersteller MAG IAS GmbH, der bislang als möglicher Börsenkandidat gehandelt wurde, erhält mit der taiwanischen Fair Friend Group einen neuen Besitzer. - Bild: MAG IAS

Der Werkzeugmaschinenhersteller MAG IAS, der bislang als möglicher Börsenkandidat gehandelt wurde, erhält mit der taiwanischen Fair Friend Group einen neuen Besitzer.

Die Fair Friend Group, ein weltweit operierender Mischkonzern mit 80 Unternehmen in den Bereichen Werkzeugmaschinenbau, Leiterplattentechnologie, Industrieausrüstung und Umwelttechnik, wird die Göppinger MAG-Gruppe, die mit ihren Maschinen vor allem die Automobilindustrie beliefert, übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung ist nach Unternehmensangaben unterzeichnet worden, bis Oktober soll die Transaktion vollzogen sein. Angaben zum Kaufpreis machten die Beteiligten nicht.

Fair Friend Group wird zu einem der größten Werkzeugmaschinenbauer der Welt

“MAG ist einer der größten und technologisch führenden Werkzeugmaschinenbauer für die weltweite Automobilindustrie und eine starke Marke”, sagte der Chairman und Gründer der Fair Friend Group, Jimmy Chu. “Mit diesem strategischen Zukauf wird FFG zu einem der größten Werkzeugmaschinenbauer der Welt.”

MAG IAS war zuletzt bei der Refinanzierung einer 50 Millionen Euro-Anleihe herausgefordert. Dazu war das Unternehmen im Gespräch mit mehreren Fremd- und Eigenkapitalgebern. Nach der Abberufung von Geschäftsführer Rainer Schmückle führte der neue Geschäftsführer Dr. Reiner Beutel zusammen mit Jens Mayr die Gespräche zur Refinanzierung.

Verbesserter Zugang zu asiatischen Märkten

Die Vereinbarung zur Übernahme der MAG-Gruppe durch die Fair Friend Group ist nach Angaben von MAG das Resultat einer langjährigen Geschäftsbeziehung zwischen FFG-Chairman Jimmy Chu und FFG Europe Chairman Luigi Maniglio sowie dem MAG-Eigentümer Professor Mo Meidar und MAG-CEO Dr. Reiner Beutel.

MAG hatte bereits Ende 2013 die Sparte Industrial Equipment an FFG verkauft. Die verbliebene MAG-Gruppe, in der die MAG IAS die mit Abstand größte Einheit ist, verfügt über sieben Produktionsstätten in Deutschland, Ungarn, China, USA und Indien und setzte 2014 mit 1.500 Mitarbeitern rund 474 Millionen Euro um. Mit der Übernahme durch FFG erhofft sich das Unternehmen einen verbesserten Zugang zu asiatischen Märkten sowie Synergien im Einkauf, der Produktion und im Bereich Technologie.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke/Gunnar Knüpffer