Der schwäbische Getriebe-Spezialist Getrag wird für 1,75 Milliarden Euro an den kanadischen

Der schwäbische Getriebe-Spezialist Getrag wird für 1,75 Milliarden Euro an den kanadischen Autozuliefer-Riesen Magna verkauft. - Bild: Getrag

Der Automobilzulieferer Magna verstärkt sich im Bereich Getriebesysteme mit einer Übernahme in Deutschland und übernimmt den Getriebebauer Getrag für rund 1,75 Milliarden Euro.

Inklusive Pensionsverpflichtungen und Schulden hat der Deal ein Volumen von etwa 2,45 Milliarden Euro, teilte Magna mit.

Die in der Nähe von Heilbronn ansässige Getrag zählt einige der größten Automobilbauer wie BMW, Daimler, Renault oder Volvo zu ihren Kunden. Das Unternehmen beschäftigt inklusive Gemeinschaftsunternehmen etwa 13.500 Mitarbeiter.

Getrag ist in neun Ländern in Europa, Asien und Nordamerika aktiv und erlöste im vergangenen Jahr konsolidiert rund 1,7 Milliarden Euro. Darin nicht enthalten sind Umsätze von etwa 1,6 Milliarden Euro mit nicht konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen. Getrag-Chef Kotecha will den Umsatz bis 2019 auf fünf Milliarden Euro steigern und setzt dabei auf China als Fabrik-Standort. In vier Jahren sollen 45 Prozent der Getrag-Produktion aus dem Reich der Mitte kommen, zuletzt war es ein Viertel.

Getrag bezeichnet sich selbst als Systemlieferant von Getriebesystemen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen liefert beispielsweise manuelle Getriebe, Doppelkupplungsgetriebe oder auch Antriebslösungen für Hybrid- und Elektroantriebe.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke