MÜNCHEN (Dow Jones/rm). Die Option auf den Erwerb von weiteren 1,5% des Kapitals und 2,8% der Stimmrechte hätten sich die Münchener auszahlen lassen, sagte ein Sprecher am Freitag. Wie viel MAN dafür bekommen hat, wollte er nicht verraten.

Die Kaufoption, die sich MAN in den Weihnachtstagen 2008 in der Hoffnung auf eine führende Rolle in der Dreier-Allianz zwischen MAN, Scania und dem brasilianischen Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen von VW gesichert hatte, war am Mittwoch ausgelaufen. Nach den jüngsten Plänen von Volkswagen soll jedoch Scania MAN übernehmen. Damit hatte der Aktienzukauf seinen Zweck verloren.

Noch immer gestaltet sich die Zusammenarbeit der beiden Nutzfahrzeughersteller mehr als schwierig. Die stolzen Schweden haben den unfreundlichen Übernahmeversuch der Münchener vor vier Jahren nicht vergessen. Und dass Scania in dem gemeinsamen Konzern offenbar die Führung übernehmen soll, stößt bei MAN auf wenig Gegenliebe.

Volkswagen ist mit knapp 30% größter Aktionär von MAN und hält 72% der Stimmrechte von Scania. MAN wiederum ist mit gut 13% am Kapital der Schweden beteiligt und im Besitz von rund 17% der Stimmrechte.