MAN Diesel & Turbo

Die Volkswagen-Tochter MAN baut ihre Maschinenbausparte Diesel & Turbo um und streicht im Zuge der geplanten Maßnahmen rund 1.400 Stellen. - Bild: MAN

Neben der Fortentwicklung von Strategie und Portfolio werde MAN Diesel & Turbo Maßnahmen zur Optimierung unternehmensinterner Prozesse und zur Verbesserung der Kostenstruktur in Angriff nehmen, teilte die Sparte auf ihrer Webseite mit. Ziel des Maßnahmenpakets sei eine nachhaltige Ergebnisverbesserung von 450 Millionen Euro.

Diesel & Turbo trage damit "den negativen Markteinflüssen Rechnung, denen wir seit geraumer Zeit ausgesetzt sind und mit denen wir weiter rechnen müssen", erklärte der Vorstandschef von MAN Diesel & Turbo, Uwe Lauber in der Mitteilung

Baustelle im VW-Nutzfahrzeugkonglomerat

Die Sparte, die etwa Schiffsmotoren herstellt, gilt schon länger als Baustelle im Nutzfahrzeugkonglomerat von Volkswagen. Sie passt wenig zu den übrigen Aktivitäten des Autokonzerns. Noch vor zwei Tagen wollte Volkswagen-Vorstand Andreas Renschler eine Umstrukturierung des Unternehmens mit rund 14.500 Mitarbeitern im Gespräch mit Dow Jones Newswires auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover nicht ausschließen.

Der vorgestellte Plan sieht eine klare Zuordnung von Kompetenzen pro Standort und vereinfachte Strukturen vor. So soll etwa der Standort Hamburg künftig ausschließlich integrierte Serviceleistungen anbieten, die Dampfturbinen-Produktion an den Standorten in Oberhausen und Bengaluru konzentriert werden. Die bisherige Kompressorproduktion in Berlin wird zum Komponentenwerk für die Geschäftseinheit Turbomaschinen.

Weitere Ergebnisverbesserungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro sollen durch Effizienzmaßnahmen und Optimierungen in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Qualität, Produktkosten und Human Resources erbracht werden.

Der Vorstand geht davon aus, dass von den geplanten Maßnahmen rund 1.400 Arbeitsplätze weltweit betroffen sein werden, hieß es