MÜNCHEN (Dow Jones/rm). Der Münchener DAX-Konzern rechnet 2010 mit einem deutlichen Anstieg des Auftragseingangs, einem Umsatzwachstum von mehr als 10% und einer Rendite auf dem Niveau des ersten Halbjahres von 6%.

Im Gesamtjahr 2009 hatte die Marge bei 4,2% gelegen. Bislang hatte sich die MAN SE nur sehr zurückhaltend bezüglich der Jahresziele gezeigt und einen nicht genauer bezifferten Gewinnanstieg in Aussicht gestellt.

In den ersten sechs Monaten des Jahres profitierte MAN vor allem von der weiter starken Entwicklung des von Großaktionär Volkswagen übernommenen Lateinamerikageschäfts. Aber auch das im vergangenen Jahr kriselnde europäische Nutzfahrzeuggeschäft erholte sich, so dass MAN in dem Geschäftsbereich wieder schwarze Zahlen schrieb.

Auf Konzernebene setzte MAN zwischen Januar und Juni 6,7 Mrd EUR (+19%) um und nahm neue Aufträge im Wert von 7,27 (Vorjahr: 4,57) Mrd EUR in die Bücher. Operativ verdienten die Münchener 404 (244) Mio EUR und nach Steuern und Dritten unverändert 201 Mio EUR.

Positiv auf die Ertragslage wirkten sich Lizenzerträge aus der Kooperation mit dem chinesischen Partner Sinotruk in Höhe von 40 Mio EUR aus. Negativ wog dagegen der im Vorjahreszeitraum verbuchte Gewinn von 125 Mio EUR aus dem Verkauf eines Mehrheitsanteils an Ferrostaal. Im fortgeführten Geschäft verdiente MAN im ersten Halbjahr 1,37 EUR je Aktie nach 0,52 EUR im Vorjahr.

Mit den vorgelegten Zahlen schnitt MAN besser ab als erwartet. Analysten hatten mit Neuaufträgen von 6,9 Mrd EUR und Einnahmen von 6,63 Mrd EUR gerechnet. Das operative Ergebnis hatten die Branchenexperten bei 363 Mio EUR gesehen und den Nettogewinn bei 179 Mio EUR.