Vorstand und Aufsichtsrat der Manz AG haben als Konsequenz der aktuellen Geschäftsentwicklung eine Anpassung der Kapazitäten an den deutschen und internationalen Standorten beschlossen.

Vorstand und Aufsichtsrat der Manz AG haben als Konsequenz der aktuellen Geschäftsentwicklung eine Anpassung der Kapazitäten an den deutschen und internationalen Standorten beschlossen. - Bild: Manz

Vorstand und Aufsichtsrat der Manz AG haben als Konsequenz der aktuellen Geschäftsentwicklung eine Anpassung der Kapazitäten an den deutschen und internationalen Standorten beschlossen. Das teilte das Unternehmen mit.

Notwendig sei dieser Schritt gweorden, nachdem sich Auftragsstornierungen und -verschiebungen signifikant auf Umsatz und Ertrag des Hightech-Maschinenbauers im aktuellen Geschäftsjahr 2015 ausgewirkt hätten.

Der Personalabbau sei Bestandteil des Ende Oktober eingeleiteten Restrukturierungsprogrammes, dessen Umsetzung dem Unternehmen im kommenden Geschäftsjahr die Rückkehr zur operativen Profitabilität ermöglichen solle. Darüber hinaus soll die Kostenstruktur durch die weitere Optimierung der Prozesse, Strukturen und Kapazitäten innerhalb der Gruppe verbessert werden, so die Mitteilung der Manz AG.

Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Tochtergesellschaften in Taiwan und China unter anderem durch eine noch deutlichere Fokussierung ihrer Aufgaben und einer Reduzierung der Personalkosten profitabler aufgestellt werden. Damit einher gehe eine stringente Produktionsverlagerung von Taiwan und Deutschland an den chinesischen Standort, um dessen Auslastung nachhaltig zu verbessern, die Kostenvorteile zu heben und die Kundennähe zu nutzen.

Bereits heute habe die Mehrheit der Kundenbasis ihre Fertigungskapazitäten dort etabliert und werde diese nach Ansicht des Managements der Manz AG in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Das Unternehmen verfolgt nach eigener Aussage auf diesem Weg auch das Ziel, über intensivierte Vertriebsmaßnahmen das eigene Kundenportfolio stärker zu diversifizieren, um gleichzeitig die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden zu reduzieren.

Darüber hinaus soll eine Erweiterung des Produktportfolios um innovative und margenstärkere High-End-Produkte für die strategischen Zielbranchen zur Verbesserung derProfitabilität der Manz AG in Asien beitragen.

Diese Maßnahmen bringen laut Manz eine deutliche Straffung der Organisation mit sich. Insgesamt wird sich das Unternehmen von 174 Mitarbeitern trennen, davon 73 Mitarbeiter an den deutschen und 101 Mitarbeiter an den internationalen Standorten.

Ergebnisseitig erwartet der Vorstand laut Mitteilung aus den Prozess-, Struktur- und Kapazitätsmaßnahmen insgesamt einen Positiveffekt von rund 7 Millionen Euro. Weitere Potenziale im unteren zweistelligen Millionenbereich durch optimierte Vertriebs- und Einkaufsprozesse würden durch den Vorstand geprüft.

Die Manz AG sei mit ihrem umfassenden Technologieportfolio als einziges nicht-asiatisches Unternehmen sehr gut im Wachstumsmarkt Energy Storage positioniert. Der Vorstand sei daher überzeugt, von den erwarteten erheblichen Zuwachsraten im Bereich der Speichertechnologien profitieren zu können.

Die zweite strategische Säule bleibe der Geschäftsbereich Electronics, in dem das Unternehmen Produktionslösungen für die Herstellung von Smartphones und Tablets, Flachbildschirmen, Touch-Sensoren sowie Leiterplatten anbietet. Der weltweit anhaltende Trend zur mobilen Kommunikation biete Manz attraktive Chancen für weiteres Wachstum. In beiden Zukunftsmärkten unterhält Manz bereits langjährige Kundenbeziehungen zu allen relevanten Marktteilnehmern.

Die Prüfung der strategischen Optionen für den Geschäftsbereich Solar sei hingegen noch nicht abgeschlossen. Eine Realisierung der im Verlauf dieses Prozesses sich abzeichnenden Chancen hätte sowohl signifikante Auswirkungen auf die Ausgestaltung und Umsetzung der geplanten Restrukturierung als auch auf eine mögliche Fortführung des Geschäftsbereichs Solar, so das Unternehmen.

Vorstand und Aufsichtsrat der Manz AG hätten daher in enger Abstimmung mit den finanzierenden Banken beschlossen, das gesamte Maßnahmenpaket zur Neuausrichtung des Unternehmens erst nach Abschluss der Prüfung zu verabschieden. Dies wird für Anfang kommenden Jahres erwartet.

Ergänzt wird die strategische Ausrichtung durch die beiden Berichtssegmente New Business und Contract Manufacturing. Der Bereich New Business spielt laut Unternehmen eine wichtige Rolle in der Erschließung neuer potenzieller Zielmärkte und -branchen zur weiteren Diversifizierung des Geschäftes der Manz AG. Der Bereich Contract Manufacturing wird auch künftig einer flexiblen und hohen Kapazitätsauslastung innerhalb der Gruppe dienen.

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