Manz geht aktuell von negativem EBIT aus. 
-Bild: Manz

Manz geht aktuell von negativem EBIT aus. -Bild: Manz

Die Manz AG hat ihre vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht. Demnach konnte die Gesellschaft die Umsatzerlöse um rund 15 Prozent auf ein neues Rekordniveau in Höhe von rund 306 Millionen Euro steigern.

Im operativen Geschäft erzielte Manz nach eigenen Angaben ein um einmalige, negative Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 24,9 Millionen Euro (Vorjahr: 27,0 Millionen Euro) sowie ein positives, bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von rund 0,5 Millionen Euro (Vorjahr: 3,1 Millionen). Damit hat Manz ihre operativen Ziele für das Geschäftsjahr 2014 erreicht.

Einmalige negative Sondereffekte – überwiegend außerplanmäßige Abschreibungen und Abwertungen im Solarsegment – führten zu einem EBIT von -32,8 Millionen Euro. Bei einer weiterhin soliden Bilanzstruktur und positiven Aussichten in allen drei Geschäftsbereichen erwartet der Vorstand weiteres Umsatzwachstum und eine signifikant verbesserte Profitabilität für das laufende Jahr.

Mit Umsatzerlösen von rund 306 Millionen Euro im Jahr 2014 wurde die Prognose von 280 Millionen bis 300 Millionen Euro übertroffen. Dies erlaubt es Manz nach eigenen Angaben, die unterschiedliche Dynamik in einzelnen Wachstumsindustrien zu nutzen und vorhandene Kapazitäten effektiv einzusetzen.

Bei einem Umsatzanteil des Solarsegments von unter fünf Prozent im Jahr 2014 zeichnen die wachstumsstarken Geschäftsbereiche Display und Battery mittlerweile für den Großteil der Umsatzerlöse verantwortlich. Diese beiden Geschäftsbereiche bieten für Manz derzeit attraktive operative Margen.

Dieter Manz erläutert die erfolgreiche Diversifizierung: “Wir haben es nach dem Einbruch des Solargeschäfts geschafft, uns als ein anerkannter Zulieferer namhafter Hersteller von Smartphones und Tablet Computern, sowie deren Zulieferern zu etablieren. Unsere führenden Technologien im Bereich der Herstellung von Touchsensoren, LCD-Displays sowie vieler anderer Komponenten von Geräten zur mobilen Kommunikation sind eine ganz entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der Produkte unserer Kunden.”

Weiteres Wachstumspotential bietet der aktuell schnell wachsende Batteriebereich. Dieter Manz: “Mit unseren innovativen Produktionssystemen tragen wir maßgeblich zur Verbesserung der Batterielaufzeit und zur Reduzierung der Kosten bei. In diesem Segment bieten sowohl Kunden aus dem Bereich Consumer Electronics als auch der Elektromobilität erhebliches Potential. Davon profitieren natürlich auch wir als Manz AG und können dadurch zukünftig Umsatz und Ertrag weiter steigern.”

Manz/Stefan Weinzierl