Manz Zentrale

Der Maschinenbauer Manz kann seine Prognose für das Gesamtjahr nicht mehr halten. Erneut hätten Kunden, vor allem aus Asien, Aufträge in den Unternehmensbereichen Energy Storage und Electronics verschoben. - Bild: Manz

Die Investitionsbereitschaft sei wegen der konjunkturellen Abkühlung in China sowie der Entwicklungen an den chinesischen Kapitalmärkten in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. Darauf reagiert die Manz AG mit einem Restrukturierungsprogramm.

Die Kostenstruktur soll so angepasst werden, dass auf Basis des für 2016 erwarteten Umsatzvolumens ab dem kommenden Geschäftsjahr kostendeckend gewirtschaftet werden kann, und wieder Wachstum möglich wird. Dabei will sich Manz auf die Bereiche Consumer Electronics und Energy Storage konzentrieren. Für den Geschäftsbereich Solar würden hingegen die strategischen Optionen geprüft.

Für 2015 geht der Vorstand nun von einem kräftig rückläufigen Umsatz auf 200 bis 210 Millionen Euro aus. Zuvor hatte der Konzern mit einem "moderat rückläufigen Umsatz" im Vergleich zum Vorjahr gerechnet, als 305,9 Millionen Euro erreicht wurden. Der operative Verlust (EBIT) wird voraussichtlich im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen. Bislang wollte Manz das EBIT zum Vorjahr leicht verbessern, rechnete gleichwohl bereits mit einem Verlust. Manz hatte bereits im Juni seinen Ausblick gesenkt.

Im Frankfurter Spezialistenhandel verliert die Aktie von Manz gut 10 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs von 58,81 Euro.